Stadtrat gibt grünes Licht für Hilfsaktion

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Mit einem Gutschein-Projekt soll in Crimmitschau dem durch die Corona-Krise gebeutelten lokalen Einzelhandel geholfen werden.

Crimmitschau.

Der Crimmitschauer Stadtrat und die Verwaltung haben sich in einer Stadtratssitzung am Donnerstag darüber verständigt, ein Projekt zur Unterstützung der Gewerbetreibenden auf den Weg zu bringen. Mit der Einführung eines Stadtgutscheines wolle man die Auswirkungen der Corona-Pandemie abmildern.

"Der Gutschein, den die Verwaltung erarbeitet hat, soll als wirtschaftsfördernde Maßnahme dazu beitragen, die Kaufkraft im Ort zu binden und Umsätze nach dem Lockdown zurück in die Stadt zu holen", sagte Andrea Bereš von der Crimmitschauer Wirtschaftsförderung. Der geplante Gutschein kann später in allen Geschäften und Restaurants der Stadt und den umliegenden Ortschaften sowie in Dienstleistungsunternehmen wie zum Beispiel bei Friseuren, Kosmetik- und Sportstudios eingelöst werden, die sich an dem Projekt beteiligen.

"Alle anfallenden Kosten, die durch die Erstellung und den Verkauf des Gutscheins entstehen, werden in diesem und dem Folgejahr von der städtischen Wirtschaftsförderung getragen. Zudem werden wir uns um die Organisation, Abwicklung und Vermarktung kümmern", sagte Andrea Bereš. Der Verkauf soll zukünftig in der Stadtinformation sowie digital möglich sein.

Zudem verständigten sich die Stadtratsmitglieder darauf, sich in diesem Jahr an den neu aufgelegten Gutscheinen mit einem Festzuschuss zu beteiligen. In der kommenden Sitzung im März soll ein Beschluss gefasst werden. Angedacht sei ein mittlerer fünfstelliger Betrag.

Einer, der das Projekt begrüßt, ist Tom Würker, Vorsitzender der Crimmitschauer Werbegemeinschaft. "Grundsätzlich ist das eine tolle Idee, die ich unterstütze. Jedoch sollte dabei der buchhalterische Mehraufwand für die Händler so gering wie möglich sein und keine Kosten auf den durch die Pandemie gebeutelten Einzelhandel entfallen", sagt der Crimmitschauer und fügt hinzu: "Wichtig ist jedoch erst einmal, dass wir Händler so bald wie möglich unsere Geschäfte wieder öffnen können."

In Glauchau ist man da schon ein Stück weiter. Bereits seit 15 Jahren bietet die Glauchauer Interessengemeinschaft für Handel und Gewerbe (GIG) gemeinsam mit der Volksbank-Raiffeisenbank Glauchau und den Stadtwerken Glauchau solch einen Geschenkgutschein an. "Der Beschenkte kann aus dem gesamten Angebot von über 50 Geschäften und Einrichtungen unserer Stadt auswählen. Seit seiner Einführung wird der Gutschein gut von den Glauchauern angenommen", sagt Andreas Weber, Vorsitzender der GIG. Auch in Reichenbach habe sich auch der im November 2018 vom Gewerbeverein "Gemeinsam für Reichenbach" eingeführte Stadtgutschein als Marketing-Instrument etabliert. Mit einem Einlösevolumen von etwa 67.500 Euro wurde der Absatz in den mehr als 60 Geschäften im vorigen Jahr fast verdoppelt, bilanzierte der Verein.

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