Stadtrat muss vor der Tür warten

Teile der Tagesordnung werden wiederholt

Crimmitschau.

Der Zugang in das Rathaus in Crimmitschau hat sich zur jüngsten Sitzung des Verwaltungsausschusses sogar für einen Stadtrat schwierig gestaltet. Stephan Theuring, Vorsitzender der CDU-Fraktion, stand vor verschlossener Tür. Er meldete sich per Handy bei Stadtrat Ulrich Wolf (CDU), der Vize-Oberbürgermeister Thomas Gömbi (Für Crimmitschau) auf die Situation aufmerksam machte. Ein Mitarbeiter der Stadtverwaltung öffnete Stephan Theuring schließlich die Tür. Klingt nach einer Lappalie, hat aber Folgen. Denn: Ist die Rathaustür verschlossen, findet die Sitzung nicht öffentlich statt.

Zur nächsten Sitzung des Stadtrates, der sich am 16. Mai wieder trifft, sollen zwei Tagesordnungspunkte aus dem Verwaltungsausschuss sicherheitshalber noch einmal behandelt werden. Dabei handelt es sich um den Kauf eines Grundstücks für den Bau des Feuerwehrgerätehauses im Ortsteil Langenreinsdorf und die Vergabe von Reinigungsleistungen in Bildungseinrichtungen.


Dazu hat sich die Stadtverwaltung in Abstimmung mit der Kommunalaufsicht des Landkreises Zwickau entschieden. "Wir werden die beiden Themen erneut zur Beschlussfassung einbringen, damit die Rechtmäßigkeit dieser Beschlüsse wiederhergestellt werden kann", sagt Oberbürgermeister-Referent Stefan Aurich. Schließlich gilt der Grundsatz, dass Bürgern der Zutritt zu öffentlichen Sitzungen möglich sein muss. Das war, wie der Hinweis von Stephan Theuring zeigt, im Verwaltungsausschuss nicht der Fall. Aurich: "Der Zugang zum Rathaus war bis zum fünften Tagesordnungspunkt möglich. Danach wurde die Tür durch einen Mitarbeiter verschlossen." Die Stadtinformation war aufgrund der Erkrankung eines Mitarbeiters nicht besetzt. (hof)

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