Städte feiern Wende-Ereignisse

Crimmitschau hat eine Ausstellung mit Zeitzeugen vorbereitet. Werdau plant eine Kerzen-Wanderung an Orte der Revolution.

Crimmitschau/Werdau.

Die Erinnerungen von Zeitzeugen an die friedliche Revolution im Herbst 1989 in Crimmitschau rücken in den Mittelpunkt einer neuen Ausstellung. Die Schau wird am 9. November im Theater eröffnet. Dort ist sie bis Dezember zu sehen. Später soll eine Präsentation im Gymnasium und in den Oberschulen folgen. "Wir denken zudem über eine Präsentation in der Partnerstadt Wiehl nach", sagt Referent Stefan Aurich. Die Kosten für Vorbereitung und Produktion belaufen sich auf 8000 Euro. 7200 Euro Zuschuss gibt es aus dem Programm "Revolution und Demokratie" des Freistaates.

Schüler des Julius-Motteler-Gymnasiums und der Käthe-Kollwitz-Oberschule führten die Interviews mit Zeitzeugen, zu denen unter anderem die Stadträte Barbara Gabor (CDU) und Hans-Jörg Laube (SPD) gehörten. Die Organisatoren wählten Leute aus verschiedenen Berufsgruppen und Bevölkerungsschichten aus. "Sie schilderten ihre Geschichten aus dem Alltag in der DDR und ihre Sicht der Ereignisse in den Wendejahren. Hoffnungen, Visionen und Erlebnisse stehen im lokalen Kontext des Mauerfalls", sagt Stefan Aurich bei einem Blick auf die 25 Fahnen, die jeweils 1,20 mal 0,60 Meter groß sind. Die aktuellen Porträts der Zeitzeugen hat Reinhard Wolf, der als Fotograf auch für die "Freie Presse" unterwegs ist, angefertigt. Die Eröffnung der Ausstellung ist Bestandteil einer Festveranstaltung, die am 9. November um 17 Uhr im Theater stattfindet. Zudem sollen 18 Uhr eine Podiumsdiskussion mit Zeitzeugen und 19 Uhr ein Konzert mit Barbara Thalheim und Rüdiger Krause beginnen. Tickets gibt es kostenfrei in der Stadtinformation und in der Theaterkasse.

Höhepunkt der Veranstaltungen innerhalb "30 Jahre Friedliche Revolution in Werdau" ist ein Friedensgebet am Montag, 18.30 Uhr, in der Werdauer Marienkirche. "Ich hoffe, dass viele Werdauer dabei sein und das Anliegen teilen werden", sagte Pfarrer Andreas Richter. Innerhalb der Andacht ist ein Auftritt von Andreas Völkel und seinem Sohn Willie geplant, die das im Rahmen der Wende zu großer Bedeutung gelangte Lied "Werdau lebt" vortragen. Im Anschluss ist eine Wanderung mit Kerzen von der Marienkirche zum Rathaus und zur katholischen Kirche geplant. Alle Orte waren und sind Symbole der friedlichen Revolution vor drei Jahrzehnten und sollen in die Erinnerung der Werdauer zurück gerufen werden.

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