Steinpleiser Turnhalle: Ortschaftsrat bevorzugt Sanierung

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Das Gebäude ist marode und kann nur eingeschränkt genutzt werden. Der Oberbürgermeister hat nun mit den Verantwortlichen im Dorf eine Lösung gefunden. Aus der Welt ist damit das Problem aber noch nicht.

Steinpleis.

Mehr als zwei Stunden haben der Oberbürgermeister von Werdau, Sören Kristensen (Unabhängige Liste), und der Ortschaftsrat von Steinpleis gemeinsam hinter verschlossener Tür diskutiert, wie es mit der Turnhalle in dem Dorf weitergehen soll. Das Gespräch verlief konstruktiv, sagten das Stadtoberhaupt und der Ortsvorsteher von Steinpleis, Bernd Dietel (Freie Wähler), nach der Zusammenkunft übereinstimmend. "Wir haben den Bürgermeister beauftragt, zu einer der nächsten Stadtratssitzungen einen Grundsatzbeschluss zu Sanierung und Erhalt der Turnhalle auf die Tagesordnung zu setzen", erklärt Dietel. Zur Diskussion bei der gemeinsamen Beratung standen noch zwei weitere Vorschläge: die Teilsanierung des Objektes, in dem sich die Turnhalle befindet, oder ein Abriss des gesamten Gebäudes und Neubau eines Mehrzweckgebäudes. Zu allen drei Varianten hatte die Stadt eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben und das Ergebnis zu der Zusammenkunft mit dem Ortschaftsrat präsentiert.

"Die Entscheidung des Ortschaftsrates akzeptiere ich", sagte das Stadtoberhaupt. Für ihn ist der Grundsatzbeschluss jedoch erst der dritte Schritt. Schritt Nummer eins: "Ich möchte das Thema zuvor noch mit Ortschaftsrat und Förderverein diskutieren." Der Grund: Während der jüngsten Stadtratssitzung brachte der Ortsvorsteher die Thematik noch einmal zur Sprache und dabei auch den Unmut der Steinpleiser über das bisherige Vorgehen der Stadt zum Ausdruck. Seine Kritik richtet sich dabei hauptsächlich an die Vorgänger des jetzigen Stadtoberhauptes, der erst seit reichlich einem Jahr im Amt ist. Zugleich sagte Dietel aber auch, dass im Förderverein zahlreiche Handwerker von verschiedenen Gewerken Mitglied wären, die bei der Sanierung mit Hand anlegen würden. "Mit denen will ich das Gespräch suchen, sie zu der Aussage noch einmal befragen und dann auch beim Wort nehmen", sagt Kristensen.

Schritt Nummer zwei, so das Stadtoberhaupt, wäre eine gemeinsame Objektbesichtigung mit Vertretern des Stadtrates vor einer der nächsten Ausschusssitzungen. "Sie sollen sich vor Ort ein Bild machen, worüber sie dann letztendlich entscheiden müssen", begründet der Oberbürgermeister diesen Schritt. Erst danach soll der Grundsatzbeschluss zur Abstimmung dem Stadtrat vorgelegt werden.

Stimmt das Gremium der Beschlussvorlage zu, steht erst einmal die Marschrichtung fest. Dass heißt dann aber noch nicht, dass danach sofort mit der Umsetzung des Vorhabens begonnen wird. "Das lässt unsere finanzielle Situation auch in den kommenden Jahren nicht zu. Schließlich reden wir hier von einem Vorhaben in Millionenhöhe. Erst wenn ein Beschluss steht, können wir prüfen, welche Fördermöglichkeiten mit welcher Förderquote es gibt", sagt Kristensen.

Steinpleis ist der einzige der vier Ortsteile von Werdau, der über kein Mehrzweckgebäude verfügt. Leubnitz hat Schule und Turnhallen, Langenhessen das Koberbachzentrum und Königswalde das Mehrzweckgebäude. Geht es nach dem Willen der Steinpleiser, so soll die Turnhalle künftig nicht nur für den Vereinssport, sondern auch für Veranstaltungen genutzt werden. Momentan ist das Gebäude nur eingeschränkt nutzbar. Lediglich Erwachsene dürfen in der Halle ihren sportlichen Interessen nachgehen, für Kinder ist die Nutzung aus Sicherheitsgründen tabu.

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