Suche nach Zeitzeugen gestaltet sich schwierig

Aufruf der Stadt stößt in Crimmitschau nicht auf das gewünschte Echo

Crimmitschau.

Die Suche nach Wende-Zeitzeugen, die anlässlich des Jubiläums "30 Jahre friedliche Revolution in Crimmitschau" mit Schülern sprechen wollen, verläuft holprig. Ein Aufruf der Stadtverwaltung im Amtsblatt und im Internet ist nicht auf das erhoffte Echo gestoßen. "Wir hatten zu den bisherigen Veröffentlichungen keinen Rücklauf", bedauert Stefan Aurich, persönlicher Referent des Oberbürgermeisters. Er informiert, dass sich Bürger, die historische Fotos vom Herbst 1989 im Archiv haben und ihre Erinnerungen an die Ereignisse in Crimmitschau oder den Ortsteilen erzählen wollen, bis 23. Mai im Rathaus melden können.

Trotz der fehlenden Resonanz aus der Bevölkerung werden die Vorbereitungen für das Jubiläum vorangetrieben. "Wir greifen auf Zeitzeugen, die aus den Reihen eines Vorbereitungsgremiums vorgeschlagen worden sind, zurück", sagt Aurich. Dabei handelt es sich um bisher acht Gesprächspartner aus den Bereichen Kirche, Kultur, Politik und Medizin. Ein Teil davon hat seine Erinnerungen an den Herbst 1989 bereits in der Vergangenheit bei Veranstaltungen geschildert.

Sascha Aurich

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Schüler aus dem Julius-Motteler-Gymnasium, der Sahnschule und der Käthe-Kollwitz-Oberschule führen die Interviews mit den Zeitzeugen. Dafür wird ein einheitlicher Fragenkatalog vorbereitet. Die wichtigsten Aussagen und die historischen Fotos sollen auf Plakate im Format A 0 kommen. "Das Material muss bis Ende August/Anfang September vorliegen", sagt Aurich. Die Ergebnisse sollen bei einer Festveranstaltung am 9. November 2019 im Theater präsentiert werden. Die Plakate sollen später als Wanderausstellung auch in Schulen zu sehen sein. Die Kosten werden auf rund 8000 Euro beziffert. Die Stadt hat Fördermittel aus dem Programm "Revolution und Demokratie" der Sächsischen Aufbaubank beantragt. (hof)

Zeitzeugen können sich bei Stefan Aurich in der Stadtverwaltung , Markt 1, 08451 Crimmitschau, melden.

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