Tage des Bahnhofs sind gezählt

In ein äußerst zähes Projekt in Werdau kommt jetzt Bewegung. Die Finanzierung des Vorhabens ist nun gesichert.

Werdau.

Die Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes und der Abriss des Empfangsgebäudes am Haltepunkt Werdau gehören zu Vorhaben, die für Oberbürgermeister Sören Kristensen (Unabhängige Liste) seit dessen Amtsantritt vor knapp einem Jahr zu den wichtigsten Projekten in der Stadt Werdau gehören. Jetzt nimmt das Vorhaben Fahrt auf. "Wir befinden uns auf der Zielgeraden. Die Finanzierung ist gesichert", sagt das Stadtoberhaupt. Was jedoch noch fehlt, ist der Fördermittelbescheid. "Erst wenn der vorliegt, können wir in die konkrete Planung gehen und durchstarten", sagt der Oberbürgermeister und zeigt sich diesbezüglich optimistisch. "Wir haben vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr die Zusage, dass wir auf der Liste ganz oben stehen." Die Gesamtkosten für das Vorhaben belaufen sich auch rund 3,5 Millionen Euro. Davon steuert die Stadt 600.000 Euro bei. Das Geld hat die Kommune schon fest eingeplant. "Wir liegen im Zeitplan und bekommen das hin", sagt Kristensen. Bis Jahresende sollen die vorbereitenden Maßnahmen abgeschlossen sein. Dazu gehören neben der Umverlegung der Bahntechnik auch die Baufeldfreimachung. "Anfang 2021 geht es dann richtig los", versichert das Stadtoberhaupt.

Die Pläne, das Bahnhofareal neu zu gestalten und den gesamten Komplex in einen Verkehrsknotenpunkt von Bus und Bahn zu verwandeln, gehen auf einen Stadtratsbeschluss zurück, den die Kommune bereits vor neun Jahren gefasst hat. Die Verhandlungen mit der Bahn gestalteten sich zäh. Auch gegen den Abriss des Bahnhofsgebäudes haben viele Werdauer protestiert. Der Verein "Wir in Werdau Süd" hatte dem Vorgänger von Sören Kristensen, Stefan Czarnecki (CDU), eine Liste mit mehr als 1500 Unterschriften gegen einen Abriss überreicht.

Die Umgestaltung des Bahnhofsbereiches ist für den Werdauer Oberbürgermeister eine Initialzündung für die Entwicklung dieses Werdauer Stadtteiles. "Wenn wir dort angefangen haben, reden wir über die Neugestaltung der Bahnhofstraße und die Entwicklung des gesamten Quartiers", so Kristensen. Der Bahnhof sei ein wichtiges Projekt, um dieses vernachlässigte Stadtviertel zu entwickeln. "Es wird Zeit, einen Schubs zu geben." In seinem derzeitigen Zustand sei das Bahnhofsareal keine gute Visitenkarte für die Stadt.


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