Tannen und Fichten fürs Fest sind frisch und frei von Chemie

Im Werdauer Wald sind diese Woche die Weihnachtsbäume geschlagen worden. Selber aussuchen und sägen ist erst nächstes Jahr wieder möglich.

Werdau.

Michael Borynsky und Timo Schmieder freuen sich über den guten, gleichmäßigen Wuchs, den die Nordmanntannen haben, die sie diese Woche auf den Weihnachtsbaum-Plantagen im Werdauer Wald geerntet haben. "Die Trockenheit der beiden letzten Sommer scheint ihnen nichts ausgemacht zu haben", sagen die Waldarbeiter.

Mehr als 300 Bäume werden am Samstag auf dem Holzplatz in Langenbernsdorf zum Verkauf angeboten. "Vorwiegend sind es Nordmanntannen und Blaufichten, aber auch einzelne Kiefern", sagt Bernd Härtel, Leiter der Abteilung Staatsforst beim Forstbetrieb Plauen. Und entgegen dem allgemeinen Trend bleiben in diesem Jahr die Preise unverändert. Tannen kosten bis zwei Meter 28 Euro, bis 2,50 Meter 33 Euro. Für Blaufichten müssen Interessenten in der "kleinen Kategorie" 18 Euro und für die größeren 20 Euro bezahlen.

"Der große Vorteil unserer Bäume ist die Frische und dass sie nicht chemisch behandelt werden." Während die importierten Weihnachtsbäumchen meist schon im Oktober geschlagen werden, wurden die hiesigen Weihnachtssymbole erst seit diesem Montag geerntet und auf den Holzplatz in Langenbernsdorf transportiert. Das Geschäft mit den Weihnachtsbäumen versteht der Sachsenforst als Service für die Leute. Um diese Kulturen zu pflegen sei viel Handarbeit nötig, sagt Bernd Härtel. So muss regelmäßig das Gras um die Bäumchen gemäht werden, damit sie im Wachstum nicht behindert werden. Außerdem wird mit einer Zange das Höhenwachstum der Tannen eingebremst, damit sie schön voll wachsen. "Wenn wir am Ende eine schwarze Null schreiben, ist das gut." Auf mehreren Flächen im Leubnitzer und Trünziger Revier des Werdauer Waldes wurden die Bäume geerntet. Zum Aussuchen und Selberschlagen gibt es sie aber auch in diesem Jahr nicht. Wahrscheinlich ist diese bei vielen Leuten beliebte Aktion im kommenden Jahr in der Weihnachtsbaum-Kultur am großen Parkplatz nahe dem Holzplatz Langenbernsdorf möglich. Dann sind die Bäume von der Größe her so weit, dass sie gefällt werden können. "Und die Fläche ist gut zugänglich. Das ist ja auch wichtig." Problematisch werde es mit den Weihnachtsbäumen in den kommenden Jahren. "Rund die Hälfte der Bäume, die wir in den vergangenen zwei Jahren gepflanzt haben, ist durch die Trockenheit eingegangen."

Weihnachtsbäume gibt es am Samstag von 8 bis 12 Uhr auf dem Holzplatz von Sachsenforst im Werdauer Wald nahe dem ehemaligen Bahnhof Langenbernsdorf.

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