Trend: Pelz fürs Wohnzimmer

Innerhalb der Europäischen Tage des Kunsthandwerks lässt Kürschnermeister Jürgen Förster hinter die Kulissen seines Betriebes schauen.

Werdau.

Einen Blick in die Werkstatt von Kürschner Jürgen Förster an der Werdauer Bahnhofstraße können heute und morgen Interessierte innerhalb der Europäischen Tage des Kunsthandwerks werfen.

"Wir planen keine besonderen Aktionen, stellen aber gern unser traditionsreiches Handwerk vor", sagt der Obermeister der mitteldeutschen Kürschner-Innung, die 12 Betriebe in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen eint. Dabei können sich die Besucher überzeugen, dass die Arbeit der Kürschner keinesfalls "angestaubt" ist. Im Gegenteil: Pelz hält immer mehr auch in den Wohnzimmern als Dekoelement Einzug. "Wir fertigen aus alten Pelzen mittlerweile Kissenbezüge, Decken, Vorleger. Damit wird ein zu schwerer Pelz, den keiner mehr tragen möchte, noch sinnvoll und auf schöne Art und Weise genutzt", sagt der 64-Jährige, der das Geschäft in Werdau in der vierten Generation führt. Umarbeitungen seien sowieso ein großes Thema in der Branche. Dabei setzen die Meister verschiedene Materialien ein, vereinen Pelz mit Leder und Textil und das mit einem hohen Tragekomfort. "Mittlerweile gibt es auch Möglichkeiten, die alten Felle leichter und weicher zu machen." Unter dem geschützten Label "We prefur" verarbeitet der Werdauer hiesige Pelze, unter anderem von Waschbär, Rotfuchs, Marder oder Biber - Tiere, die bei einer weidgerechten Jagd erlegt worden sind. "Es liegt mir am Herzen, das Image unseres Berufsstandes zu verbessern", sagt der Meister.


Innerhalb der Europäischen Tage des Kunsthandwerks haben Geschäft und Werkstatt am heutigen Freitag von 9 bis 18 Uhr und am Samstag von 9 bis 12 Uhr geöffnet.

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