Tuchfabrik weicht Grünzone

In der Werdauer Südstadt wird aus einem Schandfleck ein Ort, an dem man sich künftig gerne aufhalten will.

Werdau.

Mit Baumfällarbeiten beginnen die Maßnahmen auf dem Gelände der ehemaligen Tuchfabrik an der Richardstraße in Werdau. Vor wenigen Tagen hat die Stadtverwaltung den Zuwendungsbescheid über die Fördermittel erhalten. Sie stammen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und belaufen sich auf circa 1,23 Millionen Euro. Die Gesamtkosten der Maßnahme betragen laut dem Fachbereichsleiter für Stadtentwicklung und Bau im Rathaus, Karsten Piehler, rund 1,54 Millionen Euro. Die Differenz muss durch die Stadt aufgebracht werden. "Bis Ende Februar werden Baumfällungen durchgeführt, um das Baufeld freizumachen. Im Februar ist dann der Beginn des Vergabeverfahrens zum Rückbau der Brache vorgesehen. Bisher fehlt uns aber noch die abschließende Zustimmung zum Wasserrecht wegen des Stützmauerrückbaus an der Pleiße und der neuen Ufergestaltung", sagte Karsten Piehler. Der eigentliche Rückbau soll ab April bis zum Jahresende durchgeführt werden. "Ich bin froh, dass es endlich losgeht und der Schandfleck in der Stadt, der von vielen Werdauern zurecht kritisiert wird, endlich verschwindet", sagte Oberbürgermeister Sören Kristensen (Unabhängige Liste).

Bereits 2015 hatte die Kommune das Areal für 70.000 Euro von einem Eigentümer aus Limbach-Oberfrohna gekauft. Der Stadtratsbeschluss, der im Mai vorigen Jahres einstimmig gefasst wurde, sieht für das Gelände zwei Nutzungen vor. An der Ecke Richardstraße/Straße zum Stadtpark sollen Häuser entstehen, die rund 3400 Quadratmeter große Fläche soll als Bauland ausgewiesen werden. Das wesentlich größere Stück von circa 12.600 Quadratmetern zwischen Richardstraße und Pleiße wird renaturiert und als Grünfläche angelegt. Das Gelände soll unter Beachtung des Hochwasserschutzes neu modelliert, naturnah und ökologisch gestaltet werden. Es soll Freizeit- und Erholungszone werden und notfalls auch als Hochwasserschutzzone der Pleiße dienen. Die Fläche wird in mehrere Ebenen gegliedert. Auf diesen Terrassen wachsen Gehölze. Blühwiesen sollen angelegt werden.

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