"Und manchmal gibt es auch einen Geheimtipp zur Ostsee"

Künstlerin Maria Ludwig aus Crimmitschau spricht über die Sommerkunstwerkstatt und ihre Urlaubspläne

Crimmitschau/Glauchau.

Das war an den vergangenen Tagen eine Alternative zur Abkühlung im Freibad: Maria Ludwig hat sich bis zum Sonntagnachmittag an der Sommerkunstwerkstatt im Schloss in Glauchau beteiligt. Holger Frenzel sprach mit der Künstlerin aus Crimmitschau.

Freie Presse: Welche Momente aus der Sommerkunstwerkstatt bleiben diesmal in Erinnerung, Frau Ludwig?

Maria Ludwig: Wir haben uns über viele bekannte Gesichter gefreut. Zu den Stammgästen gehören einige Großeltern, die mit ihren Enkeln in die Sommerkunstwerkstatt kommen. Ich bin seit 2012 dabei. Da merkt man, wie die Kinder langsam groß werden und sich im künstlerischen Bereich weiterentwickeln.

Was ist das Besondere an der Sommerkunstwerkstatt?

Die lockere, angenehme und fast schon familiäre Atmosphäre. Das ist immer wieder eine gute Basis für Gespräche.

Kommen die Leute mit konkreten Ideen zu den Workshops?

Ein Großteil der Teilnehmer hat klare Vorstellungen - entweder im Kopf oder auf Fotos. Die jüngeren Leute favorisieren gern etwas Abstraktes. Die Besucher können sich auch ganz spontan inspirieren lassen. Zum Beispiel von ausgestellten Bildern oder von einem Sonnenblumen-Strauß, den wir mitgebracht haben.

Das Thermometer ist über die 30-Grad-Marke geklettert. Entwickelt sich die Hitze zum Problem?

Nein. Wir finden hier hinter den Mauern des Schlosses angenehme Bedingungen vor. Allerdings bevorzugen die Teilnehmer die Plätze in der Sommerkunstwerkstatt und gehen bei den Temperaturen seltener auf Motivsuche in die Schlosshöfe oder den Schlosspark.

Sie kommen seit einigen Jahren gemeinsam mit Porträtmalerin Elfie Rücker in die Sommerkunstwerkstatt. Warum stimmt die Harmonie zwischen Ihnen?

Wir sind etwas seelenverwandt, ergänzen uns einfach gut. Elfie Rücker hat sich auf die Porträts spezialisiert, die mit Ölfarbe entstehen. Bei mir liegt das Hauptaugenmerk auf den Landschaften.

Sie haben die Leidenschaft für die Malerei vor einem Vierteljahrhundert auf der Insel Rügen für sich entdeckt. Wurde in der Sommerkunstwerkstatt auch über die Ostsee geplaudert?

Natürlich. Da wird viel erzählt. Und manchmal gibt es auch noch einen Geheimtipp zur Ostsee. Schließlich ist im September wieder ein Besuch der Insel Rügen geplant, wo ich gute Freundinnen treffe.

Welche Pläne gibt es für die Zukunft?

Mitte September beginnen wieder die Aquarellkurse an der Volkshochschule. Ich betreue die Teilnehmer in Crimmitschau und in Werdau. Zudem gibt es eine Anfrage, ob ich im zweiten Halbjahr 2019 eine Ausstellung in der Kleinen Galerie im Theater gestalten kann.

Die Sommerkunstwerkstatt hat sich in Glauchau etabliert. Ist eine - deutlich kleinere Kopie - vielleicht im Schloss in Blankenhain oder am Kloster in Frankenhausen denkbar?

Aus meiner Sicht eher nicht. Man braucht Leute, die sich um viele Kleinigkeiten kümmern. Das ist in Glauchau durch Kunstverein und Galerie abgesichert. Zudem dauert es eine gewisse Zeit, bis man ein Stammpublikum aufgebaut hat.

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