Verkehrschaos in Werdau: Test für nächstes Jahr

Abriss an der Bundesstraße führt zu langen Staus - Eigentliches Baugeschehen wird rund neun Monate dauern

Werdau.

Kraftfahrer brauchen derzeit in der Innenstadt von Werdau Geduld und starke Nerven. Vor allem in den späten Vormittagsstunden und zum Feierabend staut sich der Verkehr rund um den Gedächtnisplatz in alle Richtungen. Grund ist der Abbruch der ehemaligen Fabrik an der Theodor-Körner-Straße in Werdau. Damit wird Platz geschaffen für den Ausbau des Verkehrsknotens der Bundesstraße 175. Das Vorhaben soll im kommenden Jahr über die Bühne gehen. Viele Werdauer zeigen zwar Verständnis für diese vorbereitenden Arbeiten, äußern aber auch ihren Unmut, dass scheinbar alles viel zu lange dauert. "Wieso kann die Firma denn nicht im Zweischicht-System arbeiten", fragt zum Beispiel Peter Daßler.

Verantwortlich für die Abrissmaßnahme sei der Landkreis Zwickau, sagte am Freitag der Werdauer Oberbürgermeister Sören Kristensen (Unabhängige Liste). "Wir haben die verkehrsrechtliche Anordnung für dieses Bauvorhaben erstellt." Die aktuellen Arbeiten sollen bis zum 23. August beendet sein. "Da müssen wir jetzt durch", sagte der Oberbürgermeister, der diese zwei Wochen auch als eine Art Test für das kommende Jahr verstanden wissen will. "Wenn richtig gebaut wird, müssen wir davon ausgehen, dass rund ein dreiviertel Jahr die Werdauer Innenstadt an dieser Stelle dicht sein wird. Wir können jetzt also schon beobachten, wo es klemmt und was wir dann im nächsten Jahr anders machen können."


Einen Baubeschluss zur Erneuerung des Verkehrsknotens hat der Stadtrat im Juni gefasst. Die Stadt beteiligt sich mit rund 510.000 Euro am Vorhaben des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr. Mit Beginn des Jahres 2020 soll die Umverlegung aller Versorgungsleitungen stattfinden, im dritten und vierten Quartal der Straßenbau erfolgen. (rdl)

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