Vielfältiger Einsatz für andere

Freiwillige räumen den Waldsportplatz auf. Mottelergymnasiasten gestalten Frühlingsball. Eine Werdauer Gynäkologin erhält Förderpreis.

Mitglieder des Turnvereins Stöckener Hasenheide hatten sich am Freitag auf dem Sportplatz an der Turnhalle des Vereins und auf dem Areal des Waldsportplatzes zu einem Arbeitseinsatz getroffen und dazu auch Eltern von Kindern mit eingeladen, die in den verschiedenen Turnsektionen trainieren. Auf dem Sportplatz wurden noch Reste des Laubes zusammengeharkt und umherliegende Äste beräumt. Auch Wildwuchs, der an vielen Bäumen an den Stämmen sprießte, wurde entfernt. Auf dem Waldsportplatz konnte das generalüberholte Geländer des kleinen Kneipp-Beckens wieder montiert werden. Durch die Stürme in den letzten Wochen waren zahlreiche Äste abgebrochen. Eine mühselige Arbeit das alles zusammenzutragen. Doch das muss sein, denn wenn die Sonne jetzt wieder höher steigt, wird auch die Frequentierung auf dem Waldsportplatz wieder zunehmen, sagte der Vereinsvorsitzende Tino Winkler.

Nach Abschluss dieser Reinigungsarbeiten wurde der Bachlauf wieder angestaut, und somit kann das Kneipp-Becken wieder voll genutzt werden. Von der Gemeinde hatte man kürzlich zudem eine größere Menge Hölzhäcksel angeliefert bekommen. Diese wurde an den verschieden Geräten verteilt. Damit gleicht man zum einen Unebenheiten des Waldbodens aus, und zum anderen wirkt diese dicke Schicht zugleich wie eine Matte. Mit der Resonanz der Beteiligung - neun Vereinsmitglieder, vier Kinder und drei Eltern - zeigte sich Tino Winkler recht zufrieden. Es wird wohl nicht bei diesem einen Einsatz bleiben, sagte er. Denn gerade auf dem Waldsportplatz müsse noch an einigen Geräten Hand angelegt werden, damit sie alle wieder voll nutzbar sind. (rwa)

Torsten Kleditzsch

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Die Arbeitsgemeinschaften (AG) der Ganztagsangebote des Crimmitschauer Julius-Motteler-Gymnasiums haben zum elften Mal einen Frühlingsball gestaltet. Unterstützt durch die TSG Rubin Zwickau erlebten die Tänzer mit ihren Gästen und Lehrern einen beeindruckenden Ballabend in der Stadthalle "Pleißental" in Werdau. 50 Tänzer der AG "Tanz & Flair" zeigten ihr Können in den Kategorien Standard und Latein, das sie sich unter Leitung von Mario Tischler (TSG Rubin ) im ersten Schulhalbjahr angeeignet hatten.

An der Vorbereitung des Abends beteiligten sich unter anderem auch Mitglieder der AG "Kreatives Gestalten". Sie gestalteten den Saal und die Tische mit frühlingshafter Dekoration. Für rauschendes Ballfeeling sorgte das Programm der TSG Rubin mit dem Turniertanzpaar Maximilian Springer und Luana Kannhäuser - bei Landesmeisterschaften mehrfach prämiert - und der Gruppe Wilde Rubies, aus der Kategorie Hip-Hop und Videoclip Dancing (mehrfache Sachsenpokalsieger und als Mannschaft nominiert für die Sportler des Jahres 2018 im Landkreis Zwickau). Inspiriert vom Können der Tanzsportler, eroberten dann auch alle Gäste das Parkett und ließen sich von der stimmungsvollen Musik des DJs (Etienne Bräutigam, Event Crew) zum Tanz einladen. (ja)


Luise Kochs (32) ist die Gewinnerin des Heinrich-Braun-Förderpreises 2018/19, der von der Kreisärztekammer, der Medizinischen Gesellschaft Zwickau und dem Heinrich-Braun-Klinikum (HBK) zum zehnten Mal vergeben wurde. Die gebürtige Zwickauerin absolvierte nach dem Abitur am Zwickauer Gerhart-Hauptmann-Gymnasium ihr Studium der Humanmedizin an der Universität Rostock. Ihre Dissertation "Psychologische Einflussvariablen auf die Inanspruchnahme alternativer und komplementärer Therapien bei Multipler Sklerose - eine Längsschnittstudie" verteidigte sie 2012. Ab 2013 absolvierte sie Facharztweiterbildungen Gynäkologie und Geburtshilfe an verschiedenen Kliniken in Deutschland.

Seit 1. März arbeitet Luise Kochs als Gynäkologin in der Pleißentalklinik in Werdau. Den mit 2000 Euro dotierten Heinrich-Braun-Förderpreis für junge Mediziner, der am Samstag auf dem Zwickauer Ärzteball vergeben wurde, bekam die promovierte Ärztin für eine Fallstudie, die sie für die Klinik für Strahlentherapie und Radioonklologie des HBK durchgeführt hatte. Die zweifache Mutter erwartet in drei Monaten ihr drittes Kind. Sie sagte, dass sie nach einer einjähriger Baby-Pause wieder ins Berufsleben einsteigen will. (lth)


Nico Nüßner (37) aus Werdau ist der neue Pächter der Imbissstube am Stausee Oberwald im Callenberger Ortsteil Reichenbach. Dass hier jetzt ein anderer als bisher regiert, deutet schon der Name an: "Hell's Kitchen". Der Schriftzug prangt auf zwei giftgrünen Surfbrettern, die wie Tor- posten den Eingang zur Imbiss- stube säumen. Höllenküche - das klingt nicht wirklich nach Bier und Badedecke, passt aber zu dem großen, bärtigen 37-Jährigen - Tattoos auf der Hand, Totenkopf auf der Mütze - der auf dem Vorplatz steht. Nico Nüßner dirigiert seine Leute, packt selbst mit an. Vor vier Wochen hat er angefangen, den Flachbau umzugestalten. Sein Vorgänger hatte das Gebäude entkernt hinterlassen. Warum er aufgegeben hat, kann Ina Klemm nicht genau sagen. Sie ist die Geschäftsführerin der Tourismus und Sport GmbH, die den Stausee betreibt. Die Qualität der Speisen und das Preis-Leistungs-Verhältnis waren bei Besuchern immer wieder in die Kritik geraten, das weiß auch die Chefin, und ist glücklich über den neuen Pächter. "Ich will hier keine Drei-Sterne-Küche machen", sagt der. "Sondern einen guten Imbiss, mit möglichst wenig Fertigprodukten." Seit 18 Jahren ist Nüßner Caterer, bewirtschaftet den Imbiss im Crossener Freibad, die Bowlingbahn in Werdau, ist auf Volksfesten und Weihnachtsmärkten unterwegs. Er stammt aus einer Schaustellerfamilie, wurde im Wohnwagen geboren, ist zwischen Karussell und Autoscooter aufgewachsen. (ulab)

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