Vierbeiner kostet mehr Geld

Wissen Sie noch? Als der Werdauer Stadtrat beschloss, die Hundesteuer zu erhöhen.

Werdau.

Einen Hund zu halten, ist nicht nur ein Vergnügen. Der Vierbeiner kostet - neben Futter und Arztbesuchen auch Steuern. Werdau macht da keine Ausnahme. Der Stadtrat Werdaus hatte vor einem Jahr beschlossen, die Hundesteuer anzuheben. Seit dem 1. Januar dieses Jahres müssen Hundehalter demnach 84 Euro im Jahr für ihren Liebling berappen. Nennen sie zwei Hunde ihr eigen, dann kostet der zweite 96 Euro. Noch vor einem Jahr kamen die Werdauer diesbezüglich weitaus günstiger weg. Da kostete das Ganze 50 sowie für den zweiten 70 Euro.

Ungleich größer muss indes die Tierliebe bei den Haltern sein, die einen als gefährlich eingestuften Hund besitzen. Denn dafür sind die Steuern extra hoch. 540 Euro werden jährlich beispielsweise für einen Staffordshire Bullterrier oder American Pitbull Terrier fällig. 400 Euro waren es noch bis Ende 2015.

Einzig und allein Welpen kosten nichts. Sind sie jedoch einmal drei Monate als, dann fallen sie finanziell ins Gewicht. Komplett steuerfrei sind dagegen Blindenhunde, Diensthunde und jene, die beispielsweise ein Schäfer für den Schutz seiner Herde benötigt. Das alles wird in der Hundesteuersatzung der Stadt Werdau geregelt.

Angemeldet sind aktuell 961 Hundehalter in Werdau und den vier Ortsteilen. Durch die vor einem Jahr beschlossene Steuererhöhung hat die Stadt 33.750 Euro mehr als noch 2015 eingenommen. Dass dadurch mehr Hundetoiletten im Stadtgebiet errichtet werden, hat das jedoch nicht zur Folge. "Die Hundesteuer ist keine zweckgebundene Einnahme. Sie fließt als Einnahme allgemein in den städtischen Haushalt der Stadt Werdau", erklärt Birgit Pallas vom Fachbereich Finanzverwaltung im Rathaus. Bezahlen muss der Hundehalter die spezifische Steuer bis zum 15. Februar im jeweiligen Jahr. "Aktuell ist keine Änderung der Höhe der jährlichen Hundesteuer vorgesehen", sagt Pallas.

Neben der Hundesteuer war vor einem Jahr zudem beschlossen worden, auch die Hebesätze der Grundsteuer A (Land- und Forstwirtschaft) und B (bebaute und unbebaute Grundstücke) sowie der Gewerbesteuer zu erhöhen.

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