Volkssolidarität muss weiter auf Geld für die Villa warten

Wissen Sie noch? Die Hausfassade des Kreisverbandes sollte saniert werden.

Werdau.

Steffen Gruna ist ein geduldiger Mensch. Und das sollte der Chef des Kreisverbandes der Volkssolidarität Werdau auch weiterhin bleiben. Denn sein Vorhaben, noch in diesem Jahr die Fassade des Verbandssitzes an der Unteren Holzstraße in Werdau zu sanieren, muss er ad acta legen. Vorerst zumindest. "Wir sind aus dem Haushaltsplan der Stadt für dieses Jahr rausgefallen. Das ist zwar schade, aber nicht zu ändern", sagt Gruna. Die Villa, die Textilfabrikant Adolf Krügelstein 1886 als Wohnhaus errichten ließ, macht von außen derzeit keinen besonders guten Eindruck. Doch das täuscht über den eigentlichen Zustand des Hauses hinweg, denn innen ist sie komplett saniert.

"Ein wirklich schönes Haus, an dem nun noch die Fassade in Ordnung gebracht werden muss", sagt Gruna. Eigenmittel habe der Verband zwar schon, aber die würden für das, was getan werden muss, nicht reichen. "Das wäre nichts Halbes und nichts Ganzes", so der Verbandschef. Er setzt seine Hoffnungen nun auf das nächste Jahr.

Ganz untätig war der Wohlfahrtsverband bisher aber nicht. Eingereicht worden ist jetzt ein Fördermittelantrag bei der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Mit dem beantragten Geld soll der Fries unterhalb des Daches auf Vordermann gebracht werden. Ob von der Stiftung dafür Geld fließt oder nicht, erfahre man aber erst zu Beginn des nächsten Jahres. Dann setzt Gruna auch auf den Willen der Stadt, einen finanziellen Beitrag zur Sanierung der Villenfassade zu leisten. "Ich möchte mich nicht länger vertrösten lassen. 2017 muss es endlich losgehen", betont Steffen Gruna. Zumal die Umgebung mit dem neuen Kreisverkehr, der neu gebauten Flora-Apotheke und vielem mehr sehr ansehnlich sei. Da wolle man als Volkssolidarität-Kreisverband nun nachlegen. Mit Kosten von rund 300.000 Euro rechnet der Geschäftsführer für die Fassadensanierung.

Ende Juli 2011 hatte ein Brand sowohl das Dach als auch die Räume zerstört. Lediglich die Fassade blieb verschont. Seit September 2013 hat der Kreisverband wieder seinen Sitz in der alten Villa und leitet von dort aus die Geschicke der Hilfs- organisation.

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