Vom tristen Grau ist im Gotteshaus nichts mehr zu sehen

Die uralte Bemalung der Holzdecke wurde von einem Restauratorenteam wieder ans Licht geholt. Die Arbeiten im Inneren der Lauterbacher Kirche gehen weiter.

Lauterbach.

Reichlich acht Monate hat die Sanierung des ersten Abschnitts der Decken in der Lauterbacher Kirche in Anspruch genommen, und damit mehr Zeit als eigentlich geplant war. Doch nun erstrahlt sie wieder in vollem Glanz und man kann sich an ihrer Farbenpracht erfreuen.

Über Jahre hinweg zeigte sie sich in einem tristen grauen Farbton, mit der sie im 19. Jahrhundert übermalt worden war. In mühevoller Arbeit ging das Restauratorenteam um Hans-Jörg Brasche zu Werke. Es war keine leichte Arbeit, denn über Kopf musste die graue Farbe mit äußerster Vorsicht entfernt werden, um die darunter liegenden Farbstrukturen nicht zu beschädigen, sagte Hans-Jörg Brasche. An einigen Stellen musste auch marodes Holz ausgewechselt und durch neues ersetzen werden.


Die Gesamtkosten für diesen ersten Abschnitt der umfangreichen Sanierungsarbeiten im Lauterbacher Gotteshaus belaufen sich auf 54.000 Euro. 13.000 Euro muss die Lauterbacher Kirchgemeinde, welcher derzeit 213 Glieder angehören, selbst aufbringen, sagte Elke Franke, Verwaltungsangestellte im Kantorat in Neukirchen. Dank eines privaten Vermächtnisses, Gelder über das Landesamt für Denkmalpflege des Freistaates Sachsen, für deren Bewilligung sich der CDU-Landtagsabgeordnete Jan Löffler eingesetzt hatte und mehrerer Spendenaktionen steht die Finanzierung auf sicheren Säulen.

Mittlerweile wurde der Altarraum komplett eingerüstet, denn an dieser Stelle geht es mit der Sanierung der Decke weiter. Auch hier sind Hans-Jörg Brasche und seine Mitarbeiter am Werk. Dieser Abschnitt der Sanierung, die finanziell abgesichert ist, ist mit rund 18.000 Euro veranschlagt. Wenn alles entsprechend den Vorstellungen vonstatten geht, könnten diese Arbeiten Ende Juli abgeschlossen sein. Auch hier besteht die Möglichkeit zur Übernahme von Patenschaften für Deckenfelder, die man für 50 Euro pro Feld oder gern auch für mehrere übernehmen kann, sagte Elke Franke. Zurzeit wird auch die weitere Innensanierung der Kirche, die im kommenden Jahr vorgesehen ist, vorbereitet.

Vor der Deckensanierung wurde die Orgel sorgfältig eingepackt, um das Instrument vor anfallendem Staub zu schützen. Bei einem ersten Probespiel auf der Orgel konnte Kantor Gerhard Franke keine klanglichen Veränderungen feststellen. Wo gehobelt wird, fallen Späne, und auch der nunmehr abgeschlossene erste Sanierungsabschnitt hat im Gotteshaus Spuren hinterlassen. Aus diesem Grund hatte man sich am vergangenen Samstag zum Arbeitseinsatz getroffen, um die Kirche zu reinigen.

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