Waldtag als Besuchermagnet

Rund 5000 Interessenten pilgerten gestern zum Holzplatz in Langenbernsdorf und folgten damit einer Einladung des Staatsforstes. Der zeigte sich über die Resonanz erfreut.

Langenbernsdorf.

Saskia Petzold ist gestern voll in ihrem Element gewesen. Die amtierende Waldkönigin war ein gefragter Gesprächspartner beim 15. Werdauer Waldtag, der auf dem Holzplatz in Langenbernsdorf ausgetragen wurde. "Ich bin gern hier und mag die Offenheit der Menschen", sagte die 28-Jährige, die zugleich zum letzten Mal in ihrer Funktion zu Gast war. Im Oktober endet die zweijährige Amtszeit, dann wird die 7. Waldkönigin gewählt. "Da muss ich die Chance nutzen und gleich noch ein Foto machen", sagte Herbert Schneider, als er davon erfuhr. Der 67-jährige Greizer war mit seiner Frau angereist und gehörte zu den rund 5000 Besuchern der Veranstaltung. Der Strom der Interessenten riss ab den Morgenstunden nicht ab. Für einen reibungslosen Ablauf auf dem eingerichteten Sonderparkplatz sorgte die örtliche Wehr. "Die Zusammenarbeit mit ihnen sowie der Gemeinde klappt seit Jahren ausgezeichnet, sodass wir für den Waldtag immer wieder gern nach Langenbernsdorf kommen", sagte Ines Bimberg vom Forstbezirk Plauen, unter dessen Regie die Veranstaltung stattfand.

Die Organisatoren hatten sich eine ganze Menge rund um das Thema Wald einfallen lassen. Dazu gehörten unter anderem ein Waldquiz, Bastelangebote für Kinder, der Verkauf von Naturprodukten, Technikvorführungen und eine Pilzberatung. "Wir waren schon im vorigen Jahr dabei und finden die Veranstaltung einfach toll. Besonders Kinder können hier noch viel lernen", sagte Andreas Meier aus Werdau. Er hatte seine beiden Jungen, 12 und 10 Jahre alt, im Schlepptau. Ihr Interesse galt besonders den Vorführungen eines Falkners. "Das habe ich schon mal im Urlaub in Spanien gesehen", erklärte der Zwölfjährige stolz.

Ein ganz anderes Thema interessierte Horst Ackermann aus Reichenbach. Der Waldbesitzer informierte sich über Möglichkeiten zur wirksamen Bekämpfung des Borkenkäfers. "Ich habe damit schon drei Jahre Probleme, habe alles Mögliche probiert und werde der Viecher einfach nicht Herr", sagte der 58-Jährige. An einer der zehn Stationen, die der Staatsforst speziell für Waldbesitzer aufgebaut hatte, konnte dem Vogtländer und weiteren Interessenten geholfen werden. "Durch praktisches Vorführen moderner Arbeitsverfahren sowie Informationen über aktuelle Fragen der Forstwirtschaft wollen wir die Waldbesitzer bei der Bewirtschaftung ihres Waldes unterstützen", begründete der Staatssekretär aus dem sächsischen Ministerium für Umwelt und Landwirtschaft, Herbert Wolff, bei seinem Besuch in Langenbernsdorf die speziellen Angebote für Gäste, die zum parallel stattfindenden 4. Sächsischen Waldbesitzertag gekommen waren.


Privatwald überwiegt

Im Freistaat gibt es zwölf Forstbezirke. Der in Plauen, unter dem der Waldtag in Werdau stattfand, ist mit einer der größten. Das Gebiet des Forstbezirkes erstreckt sich von Crimmitschau bis ins obere Vogtland und ist in zwölf Reviere unterteilt.

Die Waldfläche im Forstbezirk beträgt 41.254 Hektar. Davon befinden sich nur 8159 Hektar in Landesbesitz, der Rest ist Privatwald. In Eigentum des Bundes sind 1403 Hektar. Im Freistaat gibt es insgesamt rund 85.000 private Waldbesitzer. (umü)

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