Wasserwacht versorgt Stau-Opfer auf der Autobahn

Etliche Autofahrer haben stundenlang auf der A 4 zwischen Schmölln und Meerane ausharren müssen. Helfer bemühten sich, ihren Zwangsaufenthalt erträglich zu gestalten.

Crimmitschau.

Nichts ging mehr in der Nacht zum Dienstag auf der A4 in Richtung Dresden. Etliche Autofahrer steckten zwischen den Anschlussstellen Schmölln und Meerane unfreiwillig fest. Ein umgekippter Sattelschlepper Scania hatte alle drei Fahrspuren blockiert.

Der Lastzug war nach rechts von der Fahrbahn abgekommen, hatte etwa 65 Meter Leitplanke beschädigt, kippte an der Böschung auf die Beifahrerseite und rutschte noch ein Stück über die Fahrbahn. Dabei zog sich der 46-jährige Fahrer leichte Verletzungen zu. Ein Teil der Ladung - Gelenkwellen für VW - wurde über die Fahrbahn verstreut. Deren Bergung machte einen größeren Einsatz von Polizei, Feuerwehr und Autobahnmeisterei notwendig. Der Auflieger musste erst ausgeräumt werden, bevor er wieder aufgestellt werden konnte. Die Feuerwehr Crimmitschau wurde 1.26 Uhr alarmiert. "Wir waren mit vier Fahrzeugen und zehn Einsatzkräften bis 4.30 Uhr vor Ort, um ausgelaufenes Öl zu binden und die Unfallstelle für die polizeilichen Ermittlungen auszuleuchten", berichtete Gemeindewehrleiter Werner Spalerski.

Da der Lkw quer über der Fahrbahn lag, musste die A 4 in Richtung Chemnitz voll gesperrt werden. Es bildete sich ein Stau, der zunehmend länger wurde. Stundenlang mussten die Autofahrer ausharren. Umso dankbarer waren sie, als die DRK-Wasserwacht Koberbachtalsperre, eine Ortsgruppe des DRK-Kreisverbandes Zwickauer Land, am frühen Dienstagmorgen anrückte. Im Auftrag des Rettungszweckverbandes Südwestsachsen waren insgesamt sechs ehrenamtliche Helferinnen und Helfer mit zwei Fahrzeugen gekommen, um die Betroffenen des Staus zu versorgen, für die es seit der Nacht weder vor noch zurück gegangen war. "Im Gepäck hatten die Wasserwächter Getränke, warme Wiener mit Brötchen, Energieriegel und Decken, um den Zwangsaufenthalt etwas angenehmer zu gestalten", sagte André Kleber, Vorsitzender der DRK-Wasserwacht Koberbachtalsperre. So war für die festsitzenden Fahrer zwar die Nachtruhe ins Wasser, aber zumindest das Frühstück nicht ausgefallen.

Die Fahrbahn war gegen 9 Uhr zumindest teilweise befahrbar, sodass die zuvor im Stau stehenden Kraftfahrer die Unfallstelle passieren konnten. Dann versorgte die DRK-Wasserwacht noch die herbeigerufenen Einsatzkräfte, die bis dahin mit der Bergung des Lkw beschäftigt waren. Gegen Mittag wurde die Sperrung an der Anschlussstelle Schmölln wieder aufgehoben und die dreispurige Fahrbahn für den Verkehr freigegeben.tc/kru

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