Werdau gewinnt haushoch den "Vereinsommer 2019"

20 Vereine aus zehn Orten in Mitteldeutschland haben sich an der Aktion des MDR-Fernsehens beteiligt. Am Freitag fand die Aktion in Werdau nach zweiwöchiger Dauer ihren Abschluss. Es blieb spannend.

Werdau.

Bis zu späten Nachmittag haben die Mitglieder vom Athletikclub (AC) 1897 Werdau und von der Jugendfeuerwehr am Freitag bangen müssen: Schaffen es die beiden Vereine, mehr als 3417 Menschen auf den Werdauer Markt zu locken und damit das Ergebnis der SG "Jugendkraft" Carwinkel und des Westernreitvereins "Lämmerberg Ranch" aus Thüringen, erzielt am Mittwoch, zu überbieten?

16.30 Uhr fiel der Hammer. Bis dahin wurden alle Personen, die sich ab 14 Uhr auf dem Markt eingefunden und am Stand des MDR einen Stempel hatte geben lassen, gezählt. Dafür nahmen die Werdauer mitunter auch längere Wartezeiten in Kauf. Selbst eine Frau, die während des Festes eine Schwächeanfall erlitt und medizinisch betreut werden musste, wollte unbedingt statistisch erfasst werden. Der MDR schickte einen Vertreter los, verpasste der Patientin und dem Team im Krankenwagen am Rande des Marktes jeweils eine Stempel, sodass auch sie mitgezählt wurden. "So einen Fall hatten wir auch noch nicht", sagte der Mitarbeiter.


Kurz vor 17 Uhr wurde das Ergebnis verkündet. Bereits als die Zahl 4 genannte wurde, brach Jubel aus. Der Rest der Zahl ging im Freudentaumel der Menge unter. Exakt 4534 Personen haben am Vereinssommer im Werdau teilnahmen. Damit gewannen beide Vereine die dritte Auflage der Veranstaltung und eine Prämie in Höhe von 4000 Euro. "Ich bin überglücklich über den Sieg. Mein Dank geht an alle Beteiligten sowie an die Werdauer", sagte nach Verkündung des Ergebnis Christian Schneider, Schriftführer und Verantwortlicher für Marketing/Sponsoring des AC 1897 Werdau. Er und sein Team übertrafen mit dem Ergebnis ihr selbst gestellten Ziel, mindestens 3000 Werdauer auf dem Markt zu vereinen.

Mit der Veranstaltung endetet zugleich der "Vereinssommer 2019". Zwei Wochen lang war der MDR mit der Aktion in seinem Sendegebiet unterwegs. 70 Vereine aus ganz Mitteldeutschland hatten sich im Vorfeld um die Teilnahme beworben. Am Ende kamen 20 Vereine, jeweils zwei aus einem Ort, in die Auswahl. Die gingen für ihre Stadt oder Dorf ins Rennen. Alle hatten die gleiche Aufgabe: möglichst viele Menschen in einer vorgeschriebenen Zeit an einem bestimmten Ort zu vereinen. Der Sender berichtete darüber im Nachmittagsprogramm mehrmals live aus den teilnehmenden Orten.

Moderatorin Janett Eger zollte den Werdauern am Freitag Respekt: "Es ist toll, was hier auf die Beine gestellt wurde. Die Werdauer haben daraus ein richtiges Stadtfest gemacht." Positive Stimmen gab es auch von den zahlreichen Besuchern. Dazu gehörte unter anderem auch Oberbürgermeister Stephan Czarnecki (CDU), der am Freitag seinen letzten öffentlichen Auftritt vor der Amtsübergabe an seinen Nachfolger Sören Kristensen (Unabhängige Liste) bewältigte. Er zeigte sich überwältigt: "Ich bin erfreut, dass so viele Werdauer auf den Markt gekommen sind und die Aktion unterstützen." Zahlreiche Vereine, wie beispielsweise die Verkehrswacht Zwickauer Land oder der Kreissportbund, trugen mit einem Stand zum Gelingen des Veranstaltung bei. Andere Vereine zeigten auf und vor der Bühne Proben ihres Könnens. Dazu gehörten unter anderem die Tanzgruppe der "Chillis". Doch auch Händler und Gewerbetreibende unterstützten die Veranstaltung. Meino Bayer und das Team der gleichnamigen Bäckerei in Werdau hatte beispielsweise einen riesigen Pflaumenkuchen gebacken. Das Exemplar, 1,65 Meter lang und 1,45 Meter breit, ergab 500 Stück.

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