Werdau schwarz-weiß und aktuell in Farbe

Ein 40-Jähriger hat seine Heimatstadt fotografiert. Und stand dabei oftmals vor einer besonderen Herausforderung.

Werdau.

Wie sah Werdau in den 1980er-Jahren aus? Wer das bereits vergessen hat, kann jetzt bei Jan Hennemann nachschlagen. In seinem Buch "Unser Werdau" stellt er Schwarz-Weiß-Fotografien aus dieser Zeit farbigen Re-Fotografien gegenüber und liefert die Informationen dazu. So verspricht es der Titel des Buches.

"Die größte Herausforderung für mich persönlich war das Fotografieren von genau dem gleichen Standort aus. Ich habe das mit Stativ gemacht, dazu der viele Verkehr. Manchmal war es nicht so einfach", sagt der 40-Jährige schmunzelnd. Jan Hennemann ist gern Werdauer und gern in der Stadt zu Hause - auch wenn er derzeit mit seiner Frau Juliane, die ihm bei den Texten sehr geholfen hat, in Crimmitschau wohnt. "Aber wir würden schon wieder gern nach Werdau ziehen", sagt der freiberufliche Software-Entwickler. Er möchte die Leser auf einen virtuellen Rundgang vom Bahnhof über die August-Bebel-Straße, den Stadtpark, über den Markt bis in Richtung Werdau-West mitnehmen. Und ihnen zeigen, wie viel sich doch in den zurückliegenden Jahren in seiner Heimatstadt verändert hat. "Oder eben auch nicht, wie manche Fotos deutlich beweisen." Die historischen Aufnahmen stammen von der Familie von Rudolf Thomas, der 1996 verstarb und der seine Kamera stets dabei hatte. Anregungen, welche Ecken von Werdau noch in das Buch gehören, bekam Hennemann unter anderem auch über die Facebook-Gruppe "Werdau unsere Heimat". "Ich habe rund ein Dreivierteljahr für das Buch recherchiert. Jetzt ist es so geworden, wie ich es mir vorgestellt habe", sagt der Werdauer, der ein weiteres Projekt in Arbeit hat. "Hier musste ich mich genau an Fakten halten. Das zweite Buch wird ein Krimi", lässt sich der Hobbyautor schon mal in die Karten schauen. Sein Buch "Unser Werdau" hat eine Auflage von 500 Stück und ist über den Buchhandel erhältlich. Gedruckt wurde es in einem Verlag in Schleswig-Holstein, in Norderstedt. "Diese Zusammenarbeit hat sehr gut funktioniert."

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