Werdauer Gotteshaus bekommt seine Farben zurück

Der Freistaat unterstützt zwei Sanierungsprojekte an Denkmalen in der Pleißestadt mit insgesamt rund 526.000 Euro. Das Geld kommt dem Erhalt der Marienkirche und der Villa Krügelstein zugute.

Werdau.

So schön wie zu ihrer Einweihung im Jahr 1764 soll die Werdauer Marienkirche innen bald wieder sein. Bei diesem Vorhaben helfen 450.000 Euro - Fördermittel, die Innenstaatssekretär Günther Schneider (CDU) am Freitag Pfarrer Andreas Richter und Mitgliedern des Kirchenvorstandes im Gotteshaus überreicht hat. Das Geld soll für die denkmalgerechte Innensanierung der Stadtkirche verwendet werden. Insgesamt werden rund 600.000 Euro investiert.

Restauratoren haben an verschiedenen Stellen Farbproben entnommen und sogenannte Probeachsen angelegt, wo die ursprünglichen Farben, die zigmal übermalt wurden, zu sehen sind. Aber auch die Elektrik und die Heizungsanlage der Stadtkirche werden auf Vordermann gebracht. An verschiedenen Stellen muss der Putz im Inneren des spätbarocken Gotteshauses nach einem Schimmelbefall saniert werden. "Wir schaffen das", formulierte es Wolfgang Dietrich, im Kirchenvorstand der "Baumeister", mit einem Schmunzeln. Die Arbeiten sollen laut Pfarrer Andreas Richter so schnell wie möglich beginnen. Sie werden rund zwei Jahre dauern.


Um auch die Werdauer über das Vorhaben zu informieren, soll es am Montag, dem 13. Mai, eine öffentliche Veranstaltung in der Marienkirche geben, bei der unter anderem Restaurator Wolfram Voigt das Projekt vorstellt. Und etwas ganz Besonderes dabeihaben wird: ein Originalschriftstück des Kirchenbaumeisters Samuel Locke aus dem Jahr 1762. "Wir würden uns freuen, wenn sich die Werdauer mit ihrer Stadtkirche identifizieren und auch für die Sanierung des Gotteshauses spenden", sagte Oberbürgermeister Stefan Czarnecki (CDU).

Über Geld des Freistaates für denkmalpflegerische Sanierungs- arbeiten freute sich am Freitag auch Steffen Gruna, der Geschäftsführer des Kreisverbandes Zwickauer Land der Volkssolidarität. Der Sitz des Wohlfahrtsverbandes an der Unteren Holzstraße in Werdau, der im Sommer 2011 im Inneren von einem Großbrand total zerstört worden war, kann mithilfe dieser Fördermittel jetzt weiter saniert werden. Rund 76.000 Euro fließen in die denkmalgerechte Wiederherstellung des Erkers der Villa Krügelstein. Die ehemalige Fabrikantenvilla, im Jahr 1887 im Auftrag von Adolf Krügelstein als Wohnhaus errichtet, wird bereits seit 1974 von der Volkssolidarität genutzt. "Den besagten Erker hat aber erst 1919 Bankier Sarfert anbauen lassen, der die Villa gekauft hatte", sagte Wolfram Voigt.

Eine öffentliche Informationsveranstaltung zu den geplanten Arbeiten in der Werdauer Marienkirche findet am Montag, 13. Mai um 18 Uhr im Gotteshaus statt.

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