Werdauer Ladenstraße: Ausbau auf 120 Metern geplant

Die August-Bebel-Straße soll ab Mitte August drei Monate lang zu einer Baustelle werden - Vollsperrung in diesem Bereich inklusive.

Werdau.

In der Werdauer Innenstadt rollen in wenigen Wochen wieder die Bagger an. Geplant ist der grundhafte Ausbau einer der Hauptverkehrsadern: der August-Bebel-Straße zwischen der Straße "Am Stadtpark" und der Brüderstraße. Der Einmündungs- bereich soll ebenfalls mit erneuert werden.

Die Mitglieder des Technischen Ausschusses des Stadtrates Werdau haben dem rund 220.000 Euro teuren Projekt zugestimmt. Da das gut 120 Meter lange Stück Straße im Sanierungsgebiet südliche Innenstadt liegt, werden die Arbeiten mit 66,6 Prozent anteilig gefördert. Gebaut werden soll von Mitte August bis Ende November und das unter Vollsperrung. Das sei doch eine ziemlich lange Zeit für Anlieger, Ladenbesitzer und Gewerbetreibende in diesem Abschnitt, meinte Sören Kristensen (Unabhängige Liste) und fragte, ob eine Vorabinformation der Betroffenen stattfindet. "Eine Zusammenkunft mit den Anliegern ist im Vorfeld der Baumaßnahme vorgesehen", sagte Karsten Piehler, Fachbereichsleiter für Stadtentwicklung und Bau im Werdauer Rathaus.

Ursprünglich sei geplant gewesen, dass die Brüderstraße nach Abschluss der Arbeiten der Wasserwerke Zwickau zuerst grundhaft in Stand gesetzt werde. Doch dieses Vorhaben sei ins Jahr 2018 verschoben worden, weil der Zeitplan für die Wasserwerke nicht einzuhalten war. "Und wir können beide Straßen nicht gleichzeitig bauen", sagte Karsten Piehler. Deshalb werde jetzt mit dem Abschnitt der August-Bebel-Straße begonnen - auch, um Fördermittel nicht zurückgeben zu müssen. Geplant sei, die Straße künftig im Einmündungsbereich der Brüderstraße etwas schmaler zu gestalten, um Fußgängern mehr Sicherheit beim Überqueren zu gewährleisten.

Das stieß allerdings nicht bei allen Ausschussmitgliedern auf Gegenliebe, weil der Bereich sowieso schon schlecht einzusehen sei. Besser wäre es, die Einmündung so wie sie jetzt ist, zu belassen, hieß es. Andreas Gnaden (CDU) regte an, auf der vorgesehenen Umleitungsstrecke Straße der Jugend im Bereich der Kurve unbedingt Parkverbotsschilder aufzustellen. Ansonsten seien Unfälle vorprogrammiert.

Neben der kompletten Erneuerung des Straßenabschnittes werden außerdem die Gehwege gestaltet. Sie bekommen ein Betonsteinpflaster mit der schönen Bezeichnung "Herbstlaub". Um die Zufahrten optisch zu trennen, werden diese in Natursteinpflaster ausgeführt. Die Parkflächen sollen durch einen Tiefbord aus Naturstein von der Fahrbahn getrennt werden.

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