Werdauer Markt wird in den USA gezeigt

Ein Fotograf aus Leipzig präsentiert in einer Wanderausstellung durch mehrere Bundesstaaten Nordamerikas Panaroma-Bilder aus deutschen Städten. Dabei sind auch zwei Orte aus der Region. Wieso?

Werdau/Leipzig.

Jörg Dietrich ist Fotograf mit Leib und Seele. Der 40-Jährige hat sich dabei auf eine nicht ganz alltägliche Technik spezialisiert: die Panorama-Fotografie. "Dafür ist eine spezielle Technik notwendig, die nicht jeder Fotograf besitzt. Hinzu kommen Erfahrung und besondere Kenntnisse", sagt der Leipziger. Aus dem anfänglichen Hobby ist sein Beruf geworden. Seit gut zehn Jahren ist der Sachse selbstständig und hat sich über die Grenzen seiner Stadt hinaus einen Namen gemacht. Inzwischen kennt man den Fotografen auch in den USA. In den Staaten sind derzeit Werke des Künstlers in einer Wanderausstellung zu sehen, die innerhalb der Reihe "Deutschlandjahr" veranstaltet wird. Gefördert wird das Projekt vom Auswärtigen Amt und realisiert vom Goethe-Institut. Die Reihe findet alljährlich in einem anderen Land statt. In diesem Jahr sind es die USA. "Ich hatte davon im Internet erfahren, mich im Vorjahr an der Ausschreibung beteiligt und konnte die Jury mit meinen Werken überzeugen", sagt der Künstler.

Für die Schau hat der 40-Jährige 90 Panorama-Fotos ausgewählt, die in 40 Städten aufgenommen wurden. "Einige Aufnahmen entstanden schon vor ein paar Jahren, andere sind neu hinzugekommen." Zu den ausgewählten Fotos gehören unter anderem auch die Ansicht einer Häuserzeile am Werdauer Markt sowie eine Industriebrache in Crimmitschau, die 2014 Bestandteil der Ibug (Industriebrachenumgestaltung) war. Zur hiesigen Region hat der Künstler einen besonderen Bezug. Jörg Dietrich ist in Werdau aufgewachsen, hat in der Stadt an der Pleiße seine Kindheit und Jugend verbracht. "Meine Eltern wohnen noch immer in Werdau", sagt der 40-Jährige. Die Auswahl der beiden unterschiedlichen Motive aus den beiden Städten hat einen Grund: Die Schau besteht aus einem Potpourri aus Aufnahmen, die jeweils einem bestimmten Thema zugeordnet sind: Marktplätze, Einkaufsstraßen, Kunst und Architektur, um nur einige Beispiele zu nennen.

Zu sehen ist die Fotoausstellung in verschiedenen Städten in den USA. Unter anderem konnte die Schau schon in Seattle und in Kansas City besucht werden. Aktuell wird sie in Houston, der viertgrößten Stadt in den Staaten, gezeigt. "Das Deutschlandjahr USA mit dem Motto ,Wunderbar Together' ist eine Kommunikationskampagne und ein breit angelegter Dialog mit der US-Zivilgesellschaft. Es findet von Oktober 2018 bis Ende 2019 statt", erklärt Sophia Sabrow von der Pressestelle des Auswärtigen Amtes. Zum Programm gehören verschiedene Aktionen, eine davon ist die Fotoausstellung.

Bisher stieß die Schau in den jeweiligen Städten auf reges Interesse und positives Echo. "Es gibt in den Staaten viele Menschen, die ihre Wurzeln in Deutschland haben. Andererseits gibt es etliche Männer, die als Soldat oder Offizier bei den US-Streitkräften in Deutschland stationiert waren und das Land kennen", sagt Jörg Dietrich. Was er hofft: Mit seiner Schau seine Heimat in den Staaten ein bisschen bekannter zu machen und den einen oder anderen auch zu einem Besuch in Deutschland zu animieren. Vielleicht sogar mit einem Abstecher in Werdau oder Crimmitschau.

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