Werdauer üben Englisch in Kanada

Das Alexander-von- Humboldt-Gymnasium hat eine neue Partnerschule. Im April testen die Westsachsen ihre Sprachkenntnisse und lernen Land und Leute kennen.

Werdau.

Das Reisefieber hat die Werdauer Gymnasiasten schon gepackt. Auch wenn die Tour nach Kanada erst im April kommenden Jahres stattfinden wird. "Unserer Schüler sind schon begeistert, dieses Land kennenzulernen", sagt der Leiter des Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums, Jörg Oettler.

Gemeinsam mit Englischlehrerin Marion Rabe-Liebold war er im vergangenen Monat im Gymnasium von Fort Saskatchewan zu Gast, um den Sprachaustausch vorzubereiten. "Wir wurden überaus herzlich empfangen. Die Bildungspläne dieser Highschool sind unseren in Deutschland ähnlich. In dieser Schule werden unter anderem Integrationskinder unterrichtet. Es wird dort auch selber gekocht", schildert Jörg Oettler seine Eindrücke. Fort Saskatchewan selbst sei mit Werdau durchaus vergleichbar. Es leben rund 25.000 Einwohner dort. Es ist sehr ländlich, die Gegend durch die Erdölförderung geprägt. Die Rocky Mountains sind rund 300 Kilometer entfernt. Die klimatischen Verhältnisse sind denen in der hiesigen Region ähnlich. Die Zeitverschiebung beträgt acht Stunden.


Die 16 Zehntklässler, die sich im April auf den Weg machen werden, sollen in den zehn Tagen vor allem eines: Ihre Englischkenntnisse anwenden und festigen. Dafür nehmen sie am Unterricht teil und wohnen bei Gastfamilien. Natürlich wird auch ein Freizeitprogramm für sie organisiert. Im September nächsten Jahres werden die Kanadier dann Werdau, das Gymnasium, den Schulalltag sowie Land und Leute kennenlernen. "Die Jugendlichen werden sicher über unser altehrwürdiges Schulgebäude staunen und über die historischen Bauten, die es bei uns gibt. In Kanada gilt schon etwas als alt, wenn es 50 Jahre auf dem Buckel hat", meint Jörg Oettler schmunzelnd.

Für die Teilnahme an dem Schüleraustausch wird die Bildungseinrichtung wieder Fördergelder beantragen. Dadurch kann auch Schülern eine Reise ermöglicht werden, deren Eltern finanziell nicht so gut gestellt sind. Mit einer Partnerschule des Inselstaates La Reunion im Indischen Ozean hatte das Gymnasium einige Jahre lang einen Schüleraustausch. Dort waren die Werdauer, um ihre Französischkenntnisse zu verbessern. Der Kontakt sei leider abgebrochen. So habe man sich nach einem neuen Austauschpartner umgesehen. Alberta, wo das neue Ziel liegt, ist eine Provinz im Westen Kanadas und die Partnerregion des Freistaates Sachsen.

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