Wie aus Obst Saft entsteht

Sachsenweit haben am Samstag die Mostereien für Besucher ihre Türen geöffnet. Organisiert wurde das Ganze von einem Langenbernsdorfer.

Langenbernsdorf.

Ingrid Seifert aus Teichwolfsramsdorf schreitet von Maschine zu Maschine in den Produktionsräumen der Fruchtsaftkelterei Mehlhorn an der Hauptstraße in Langenbernsdorf und studiert mit Interesse die Angaben auf den Informationsschildern an den jeweiligen Anlagen. "Ich bin seit mehr als 30 Jahren Kunde der Mosterei. Wir haben einen großen Garten und etliche Apfelbäume. Das Obst bringen wir immer zu den Mehlhorns, um daraus Saft machen zu lassen. Deshalb wollte ich auch einmal sehen, wie das Ganze geschieht. Schade nur, dass die Anlage nicht in Betrieb ist", sagt die 71-Jährige.

Die Seniorin gehörte am Samstag zu den zahlreichen Gästen, die am Tag der offenen Tür die Chance nutzten, alles Wissenswerte über die Herstellung von Fruchtsäften zu erfahren. Zu den in Sachsen teilnehmenden Betrieben gehörte auch die Fruchtsaftkelterei Mehlhorn. Andreas Mehlhorn ist nicht nur in der dritten Generation einer der beiden Geschäftsführer des traditionsreichen Unternehmens, sondern zugleich Vorsitzender des sächsischen Fruchtsaftverbandes. Dieser Verband hatte zum zweiten Mal den landesweiten Obst-Presstag organisiert. "Die meisten Mitglieder im Verband sind Familienbetriebe. Mit der Veranstaltung wollen wir Transparenz zeigen und unseren Kunden die Möglichkeit einräumen, einen Blick in die Produktion zu werfen. Dass die Maschinen jedoch nur im Stillstand besichtigt werden können, hat etwas mit der Sicherheit zu tun", sagt Andreas Mehlhorn.

Er führte am Samstag mehrmals die Besucher durch die Produktion und erklärte die Funktionsweise der jeweiligen Anlagen. "Wir können in unserem Betrieb am Tag bis zu 50Tonnen Äpfel verarbeiten. Das Obst wird zuvor per Hand verlesen. Druckstellen an den Äpfeln haben keinen Einfluss auf die Qualität. Faule Äpfel werden jedoch aussortiert", erklärt Mehlhorn bei einem Rundgang. Das Obst kommt ausschließlich aus der Region. "Äpfel machen den Hauptanteil in unserer Produktion aus. Wir verarbeiten aber auch andere Obstsorten. Dazu gehören unter anderem Kirschen und Johannisbeeren", sagt der Geschäftsmann. "Wie wird gewährleistet, dass es Kirschsaft das ganze Jahr über gibt", wollte eine ältere Frau während der Führung wissen. "Der Saft wird in unterschiedlichen Tanks aufbewahrt. Unser größter Tank hat ein Fassungsvermögen von 16.000 Litern", so Mehlhorn.

Wer wollte, konnte nach der Führung eine der 30 Sorten, die zum Sortiment des Unternehmens gehören, verkosten oder im Hofladen erwerben.

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