Wieviel Personal ist nötig?

Die Stadtverwaltung Crimmitschau beschäftigt 163 Mitarbeiter. Für eine Beraterfirma ist das zu wenig. Die Kommunalaufsicht sieht das anders.

Crimmitschau.

Oberbürgermeister Holm Günther (Für Crimmitschau) steckt in der Zwickmühle: Die Kommunalaufsicht des Landkreises Zwickau hat mit der Genehmigung des Haushaltsplanes für 2016 eine Begründung für den überschrittenen Personalrichtwert gefordert.

Die Organisationsuntersuchung, die im Auftrag der Stadt von einem externen Unternehmen aus Berlin durchgeführt wurde, war dagegen zu dem Ergebnis gekommen, dass die Stadtverwaltung eine "leichte personelle Verstärkung" benötigt.

Momentan gibt es 163 Mitarbeiter in der Stadtverwaltung. Dabei handelt es sich neben der Kern- verwaltung aber auch um Personal in Einrichtungen wie Kunsteis- stadion und Baubetriebshof. Zu- dem stehen Saisonkräfte und geringfügig Beschäftigte auf der Mit- arbeiterliste. Die Personalkosten belaufen sich in diesem Jahr auf insgesamt 6,16 Millionen Euro.

Wie geht Holm Günther mit den unterschiedlichen Hinweisen zu seinem Personal um? Die Stadt- verwaltung Crimmitschau halte an dem durch den externen Berater ermittelten Stellenbedarf fest, weil er anhand der derzeitigen Aufgabenstruktur notwendig sei", sagt der Oberbürgermeister. Mit Blick auf die Forderungen aus der Kommunalaufsicht verweist Günther auf die Aufgabenvielfalt. In Crimmitschau vorhandene Freizeiteinrichtungen wie das Theater, die Stadtbibliothek, das Eisstadion und die Freibäder würden in der Kernverwaltung zusätzliche Personalressourcen erfordern. Mehraufgaben seien auch durch die Doppik-Einführung (Kämmerei) und die verschiedenen Fördergebiete entstanden.

Diese Vorgaben müssen aus Sicht der Stadtverwaltung auch zu einer Überarbeitung der Richtwerte des Rechnungshofes führen. "Deshalb sehen wir die Feststellungen der Kommunalaufsicht als Hinweise an, die nicht nur Crimmitschau betreffen, sondern weitere Städte und Gemeinden in Sachsen. Gleichwohl sind wir weiterhin bestrebt, uns den Personal-Richtlinien anzunähern, möglichst ohne Einschränkungen für die Bevölkerung und die Wirtschaft", sagt Günther.

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