"Wir wollen mehr als bisher unsere Kräfte bündeln"

Vereinsvorsitzender Ray Petzold über Projekte, Ortsgeschichte und unwiederbringliche Erinnerungen

Leubnitz.

Der Heimatverein Leubnitz hat einen neuen Chef. Ray Petzold gehört zu den Gründungsmitgliedern des Vereins, den es seit September 1996 im Dorf gibt. Annegret Riedel hat sich mit ihm über neue Pläne und Altbewährtes unterhalten.

Freie Presse: Neuer Chef - neuer Kurs, trifft das auch auf Sie zu?

Ray Petzold: Alles neu erfinden wollen wir nicht. Der Heimatverein hat sich in den Jahren seines Bestehens gut etabliert. Wir sind rund 60 Mitglieder, der harte Kern um die 15. Udo Fiol, der den Vorsitz aus beruflichen Gründen abgegeben hat, hat sehr gute Arbeit geleistet. Ebenso wie alle anderen vom Vorstand.

Also bleibt alles beim Alten?

Traditionelle Veranstaltungen wie das Tannenbaumbrennen oder das Maibaumsetzen wollen wir auf jeden Fall weiterhin machen. Aber wir wollen mehr als bisher mit den Vereinen im Ort und in der Region zusammenarbeiten und die Kräfte bündeln. Gemeinsam mit Rot-Weiß Werdau könnten wir Freizeitangebote organisieren, wie Kegelabende. Mit dem Förderverein Leubnitz sind Aktionen für das Freibad denkbar. Auch bei Arbeitseinsätzen wären wir dabei. Unser wichtigster Verbündeter ist und bleibt aber der Feuerwehrverein Leubnitz. Dopplungen von Veranstaltungen wollen wir vermeiden, uns vielmehr unterstützen und noch enger zusammenarbeiten als bisher. Den Ortschaftsrat wollen wir weiterhin beim WC-Anlagenbau auf dem Friedhof unterstützen. Wir sammeln ja bereits die Spenden dafür ein.

Der Heimatgedanke soll künftig auch eine stärkere Rolle spielen?

Ja, wir wollen die Historie von Leubnitz näher beleuchten. Wir haben zum Beispiel mit der Eisenbahnersiedlung ein Areal, das einzigartig in der Region ist. Die ehemaligen Bahnmitarbeiter könnten viele Erinnerungen beisteuern. Sie leben aber nicht ewig. Mich als Eisenbahner interessiert dieses Thema besonders. Wichtige Jubiläen im Ort, wie von Brückenbauwerken oder Einrichtungen, sollen künftig mehr Beachtung finden. Auch das Erstellen einer Chronik ist denkbar.

Das interne Vereinsleben soll ebenfalls stärker gepflegt werden.

Unsere Vereinsmitglieder wünschen sich mehr Zusammenhalt, einfach beisammensitzen, quatschen. Alle acht Wochen könnte ein Spielabend im ,Leubnitzer' stattfinden. Auch Buchvorstellungen oder Vorträge über den Ort sind denkbar, ebenso wie gemeinsame Ausflüge.

Ray Petzold ist gelernter Eisenbahner und einer der Gründer des Heimatvereins. Der 49-Jährige kandidiert im Mai für den Stadtrat Werdau für die Fraktion Die Linke.

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