Wo befindet sich diese Uhr?

55 Zuschriften sind zum Juli-Fotorätsel eingegangen. Alle waren richtig. Heute gibt es eine neue Rätselnuss.

Hohenstein-Ernstthal.

Dass sich hinter den im Juli-Fotorätsel gezeigten Fassadenbildern das Textil- und Rennsportmuseum in Hohenstein-Ernstthal befindet, haben 55 Leser gewusst. Nicht nur neun Hohenstein-Ernstthaler, sondern auch 20 Zwickauer Leser sowie Werdauer, Fraureuther, Glauchauer, Wilkau-Haßlauer, Neukirchner, Meeraner, Lichtensteiner und Lugauer haben die Rätselnuss geknackt.

Regina Werner aus Hohenstein-Ernstthal sagt, dass ein Besuch des Museums empfehlenswert ist. Und Lothar Schilling aus Neukirchen berichtet, dass zu den Einmaligkeiten der Einrichtung eine Schauwerkstatt der Jaquardweberei mit funktionierenden Maschinen gehört; genau wie historische Rennmaschinen und Dokumente der Motorrennstrecke Sachsenring.

Christian Kärner aus Hohenstein-Ernstthal schreibt, dass das Textil- und Rennsportmuseum früher Textil- und Heimatmuseum hieß. "Es wurde am 26. Mai 1995 eröffnet. Meine Frau und ich waren am 27. Mai die ersten beiden Besucher", informiert der Mann und schickt als Beweis ein Bild von den Eintrittskarten mit, die er aufgehoben hat. Außerdem übersandte Kärner mit seiner E-Mail auch Kopien von historischen Dokumenten aus der alten Jäckel-Fabrik, in der sich heute das Museum befindet.

Das Gebäude war 1879 durch den Weber C. F. Jäckel erworben worden. In der DDR erfolgte 1968 der Zusammenschluss der Firmen Jäckel, Pfefferkorn und Schreiber zur Webunion KG. Das Unternehmen ist 1972 in Volkseigentum überführt und 1975 an die Möbelstoff- und Plüschwerke angegliedert worden. Nach der Wende starb diese Firma 1991 wie viele weitere Textilbetriebe in der Region. 1992 erfolgte dann die Rückübertragung der Immobilie an die Jäckel-Erben. Im gleichen Jahr gründete sich der Förderverein "Textil- und Heimatmuseum". Zwei Jahre später kaufte die Stadt Hohenstein-Ernstthal das Gebäude. Und im Mai 1995 erfolgte die Eröffnung des Museums in der ehemaligen Jäckelfabrik. Es zeigt in ständigen Ausstellungen die Geschichte des Rennsports und die Entwicklung der Textilindustrie in Hohenstein-Ernstthal.

Noch bis zum 26. August ist die Sonderausstellung "Teddybär, Monchhichi & Co. - Die Welt der DDR-Plüschtiere" zu sehen. Darin werden 250 Plüschtiere aus der Produktion thüringischer Spielwarenhersteller von etwa 1950 bis 1990 präsentiert. Vor allem der Teddybär in zahlreichen Varianten, aber auch Hund und Katze, Ente und Hase sowie Zootiere lassen bei vielen Museumsbesuchern Kindheitserinnerungen wach werden. Gezeigt werden in der Schau auch die DDR-Kinderfernsehfiguren und das ursprünglich aus Japan stammende Monchhichi in zahlreichen Variationen. Von den in der DDR als "Tiemi" bezeichneten Äffchen sind mehr als die Hälfte nach Ost und West exportiert worden, genau wie eine Vielzahl anderer Plüschtiere. Die Sonderausstellung geht auch auf die Produktion in den VEB Spielwarenbetrieben Thüringen ein. Sonneberg und seine Umgebung waren im 20.Jahrhundert das Zentrum der Spielwarenherstellung. Der für die Plüschtiere benötigte Spielwarenplüsch wurde ab 1955 fast ausschließlich im VEB Möbelstoff- und Plüschwerke Hohenstein-Ernstthal produziert.

Aus allen Zuschriften sind drei Gewinner gezogen worden: Rita Bahner aus Hohenstein-Ernstthal, Peter Weck aus Zwickau und Renate Salzmann aus Wilkau-Haßlau. Herzlichen Glückwunsch. Die Gewinner werden schriftlich informiert.

Heute gibt es eine neue Rätselnuss. Die "Freie Presse" fragt: In welcher Zwickauer Freizeitstätte, die ein Verein betreibt, befindet sich das Gebäude mit dieser Uhr?

Einsendungen bitte bis zum 31. August an die Lokalredaktion der "Freien Presse", Hauptstraße 13 in 08056 Zwickau, oder per E-Mail schicken. Mit seiner Einsendung erklärt sich jeder Teilnehmer einverstanden, dass sein Name und Wohnort im Auswertungsbeitrag in der "Freien Presse" print und online genannt werden dürfen. Nach Abschluss des Gewinnspiels werden alle Karten und Briefe vernichtet und die E-Mails gelöscht. Es werden keine persönlichen Daten gespeichert.

Leseraktion-westsachsen@freiepresse.de

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