Zahl der Erstklässler wird nicht ermittelt

An 61 Grundschulen im Landkreis Zwickau wird heute Schulanfang gefeiert

Zwickau.

Kaum zu glauben. Das Landesamt für Schule und Bildung weiß nicht, wie viele Kinder heute im Landkreis Zwickau eingeschult werden. Referent Arndt Schubert spricht auf Anfrage von 2274. Doch diese Zahlen stimmt nicht. Denn: Auf Nachfragen räumt Schubert ein, dass das Amt nur die Abc-Schützen an den staatlichen Schulen erfasst.

Er berichtet, dass im Juni 2486 Anmeldungen für staatliche Schulen vorlagen. Der "Schwund", wie Schubert sagt, sei zum Teil auf den Wechsel zu Schulen in freier Trägerschaft, aber auch auf Wegzug oder nicht attestierte Schulfähigkeit zurückzuführen.


Neben den 51 staatlichen Einrichtungen gibt es noch zehn private Grundschulen im Landkreis. Allein in Zwickau werden neben den acht in Trägerschaft der Stadt mit der DPFA Regenbogen-Grundschule, der Kompakt-Grundschule, der Freien Lutherischen Grundschule und der Evangelischen Grundschule gleich vier weitere angeboten. Das heißt: Jede dritte Grundschule in Zwickau ist eine Privatschule. Darüber hinaus gibt es in Crinitzberg und in Glauchau internationale Grundschulen, in Lichtenstein eine Europäische Grundschule sowie in Meerane und Bräunsdorf evangelische Grundschulen. Außerdem öffnet mit Schuljahresbeginn die International Primary School Meerane mit 18 Abc-Schützen. Auf Nachfrage meldeten sechs der zehn Schulen in freier Trägerschaft insgesamt 230Schulanfänger. Es ist also davon auszugehen, dass heute schätzungsweise mehr als 2600Mädchen und Jungen auf Einschulungsfeiern ihre Zuckertüten erhalten.

Noch vor Jahren hatten Schließungen beispielsweise in Thierfeld und Mülsen St. Micheln für Proteste bei Eltern gesorgt. Außerdem standen damals weitere Schulen aufgrund geringer Schülerzahlen auf der Kippe. Inzwischen habe sich das staatliche Schulnetz stabilisiert, schätzt die Behörde ein.

Schubert versichert, das zum Schuljahresstart vor jeder Klasse ein Lehrer stehe. Aber die Decke sei nach wie vor dünn. Um Lücken zu schließen, würden "zum 1. November die nächsten Lehrer eingestellt, um noch vorhandene Lücken schließen zu können", sagt er. 538 der 574Grundschullehrer sind Frauen. 230 dieser Pädagogen sind 50 bis 59Jahre alt, 51 jünger als 30, vier älter als 65 Jahre. 24 Lehrkräfte waren im Sommer in den Ruhestand gegangen. Jetzt wurden 26 ausgebildete Lehrer neu eingestellt. Auch drei Seiteneinsteiger, die im Mai starteten, treten nun nach einer dreimonatigen Fortbildung vor die Klassen.

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