Zehnjähriger erklimmt den Gipfel des Kilimandscharo

Für eine Familie ist ein Traum wahr geworden. Das Quartett hat den höchsten Berg Afrikas bestiegen. Damit erfüllte der Vater ein Versprechen an seinen jüngsten Sohn.

Langenbernsdorf.

Den Sommer 2019 wird Luis Kießling aus Langenbernsdorf so schnell nicht vergessen. Während sich andere Jungen in seinem Alter in den großen Ferien ein paar Tage an der Ostsee erholten oder in Österreich verbrachten, erlebte Luis das bisher größte Abenteuer seines Lebens. Gemeinsam mit seinem großen Bruder und seinen Eltern eroberte er den Gipfel des Kilimandscharos in Afrika. Für einen Zehnjährigen kein Spaziergang. Doch es war der Wunsch des jungen Langenbernsdorfers, einmal auf dem Gipfel des höchstes Berges von Afrika zu stehen. Genau dort stand vor neun Jahren schon einmal der Bruder gemeinsam mit seinem Vater. Jonas war damals zehn Jahre alt. Mutter Manuela und der kleine Luis mussten zu Hause bleiben. Doch die Fotos, die der Vater bei seiner Tour 2010 schoss, begeisterten den jungen Langenbernsdorfer. Immer und immer wieder schaute er sich die Bilder an, bis ihm sein Vater versprach: Wenn du so alt bist wie Jonas damals, machen wir alle vier zusammen noch einmal die Tour! Jetzt hat Vater Sven das Versprechen eingelöst.

Dabei war im Vorfeld unklar, ob der Zehnjährige die Strapazen auch übersteht. Hinzu kam ein Malheur, das dem Jungen kurz nach seiner Ankunft in Afrika passierte. Bei einem Bad in einer heißen Quelle verletzte sich Luis die Ferse. Bis zum Tag des Aufstieges war ungewiss, ob der Zehnjährige mitkommen kann. Doch der Junge biss die Zähne zusammen und stellte sich der Herausforderung. "Wenn er unterwegs schlapp gemacht hätte, wäre ich mit ihm umgekehrt", sagt der Vater.


Begleitet wurde die Familie, die die Reise gemeinsam mit einer weiteren Familie aus dem Dorf sowie einem Schulfreund aus Langenhessen und einer bekannten Familie aus Dresden antrat, von einer Gruppe von Trägern, Begleitern und Köchen. "Das ist in Tansania Vorschrift. Ohne einheimischen Führer darf die Tour nicht begonnen werden", sagt Sven Kießling. Insgesamt fünf Tage dauerte der Aufstieg. Dann war das Ziel in 5900 Meter erreicht und die Familie überglücklich. "Es war ganz schön anstrengend, aber schön", sagt Luis nach der Rückkehr. Ob er es noch einmal machen würde? "Nee, ich glaube nicht."

Die Safari, die die Familie nach dem Abstieg noch in Tansania unternahm, fand er viel interessanter. "Wir haben Elefanten, Giraffen und Löwen gesehen. Das war cool!" strahlt der Zehnjährige.

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