Zeitplan kommt durcheinander

Die Sanierung der Fußgängerzone in Crimmitschau dauert länger als geplant. Nun muss sogar eine Einkaufsaktion mitten auf der Baustelle steigen.

Crimmitschau.

Im Untergrund der Herrengasse in Crimmitschau lauern (böse) Überraschungen: Gas- und Stromleitungen befinden sich an anderen Stellen als in den Unterlagen eingezeichnet. Zudem kommen mehr Abwasser-Hausanschlüsse als vermutet zum Vorschein.

Diese Probleme haben nach den Worten von Gerd Kahnes, Mitarbeiter des Tiefbauamtes der Stadtverwaltung in Crimmitschau, den Zeitplan beim Ausbau der Fußgängerzone zwischen Markt und Buttenplatz durcheinander gebracht. "Es kam immer wieder zu ungeplanten Unterbrechungen", sagt Kahnes. Im Vertrag zwischen Stadtverwaltung und Baufirma steht als Fertigstellungstermin der 29. November. Bei einer Informationsveranstaltung, die Mitte August stattfand, teilte Gerd Kahnes mit, dass bis zum 8. November ein Großteil der Arbeiten in der Herrengasse beendet sein soll. Dann findet schließlich die Einkaufsaktion "Crimmitschau leuchtet" in der Innenstadt statt. Bei der Frage, in welchem Zustand sich die Herrengasse in etwas mehr als drei Wochen präsentieren wird, lässt sich Gerd Kahnes nicht festlegen: "Ich kann nicht aus der Kugel lesen." Er versichert allerdings, dass die Baustelle nicht das Weihnachtsgeschäft der Händler an der Herrengasse vermiesen wird. Die Tief- und Straßenbauer werden nur bis Ende November werkeln. "Notfalls müssen wir eine provisorische Oberfläche aufbringen und einen Teil der Arbeiten auf das nächste Jahr verschieben", sagt Kahnes.

Die Aussagen der Stadtverwaltung sorgen bei Tom Würker, Vorsitzender der Werbegemeinschaft, für Verwunderung. "Es ist ungewöhnlich, dass es keine aktuellen Pläne zu den Leitungen in der Herrengasse geben soll", sagt der Buchhändler. Er und weitere Gewerbetreibende hatten gehofft, dass die Herrengasse bis zur Einkaufsaktion "Crimmitschau leuchtet" fertig wird. "Da ist eine gewisse Enttäuschung sicher nachvollziehbar", sagt Tom Würker. Er räumt allerdings ein, dass die Bauzeit - mit Blick auf einige andere Baustellen in den letzten Jahren in Crimmitschau - in der Innenstadt immer noch überschaubar ist. Im September rückten die Bauleute an. "Andere Geschäfte, die sich beispielsweise an der Glauchauer Landstraße und der Leipziger Straße befinden, hatten es viel schwerer", sagt der Chef der Werbegemeinschaft.

Die Auswirkungen der Baustelle bekommt auch das Café Klatsch zu spüren. "Die Laufkundschaft, die auf der Tafel unser Mittagsangebot liest und spontan ins Café kommt, fehlt momentan", sagt Inhaberin Lydia Rudel. Sie berichtet, dass dadurch etwa zehn Mittagessen weniger am Tag verkauft werden. Dazu kommt, dass wegen der Baustelle momentan keine Sitzplätze an der frischen Luft zur Verfügung stehen.

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