Ziel sind trockene Mauern

Dem historischen "Ratskeller" in Werdau wird derzeit das Wasser abgegraben. Ein erster Schritt, um die traditionsreiche Gaststätte vielleicht wieder zu verpachten.

Werdau.

Bauarbeiten für eine Sanierung des "Ratskellers" in Werdau haben begonnen. Mitarbeiter einer Firma aus Reinsdorf pickern im Hof des Rathauses, um die ersten Schritte für die Trockenlegung des Kellerbereiches des Gebäudes und des Hofes zu vollziehen. Die WC-Anlage der ehemals sehr beliebten Gaststätte wird teilweise zurückgebaut. Außerdem stehen die Trockenlegung des Rathaus-Bereiches auf der "Ratskeller-Seite" an. Diese Arbeiten sind ein allererster Schritt zur Sanierung der Gaststätte. Sie kosten laut Sandra Hohmuth, Leiterin der Fachgruppe Gebäudemanagement in der Stadtverwaltung Werdau, circa 100.000 Euro. Die anstehenden Maßnahmen wurden mit dem Landesamt für Denkmalpflege sowie der Denkmalschutzbehörde des Landkreises besprochen.

Die Gelder für diesen Abschnitt der Sanierung waren bereits im kommunalen Haushalt 2017 eingestellt worden. Doch die Abstimmung mit den Denkmalschützern zog sich in die Länge, und aus Witterungsgründen konnte dann im vergangenen Jahr nicht mehr begonnen werden. Ende Mai gab der Technische Ausschuss des Werdauer Stadtrates mit der Zustimmung zum Baubeschluss grünes Licht für den Beginn.

Ob der einst bekannte "Ratskeller", das erste Haus am Platze, jemals wieder verpachtet werden kann, steht zum jetzigen Zeitpunkt allerdings in den Sternen. Dieses Thema könne erst nach Beendigung aller Baumaßnahmen in dem Komplex besprochen werden, sagte der Werdauer Oberbürgermeister Stefan Czarnecki (CDU).

Bereits seit Mitte Januar 2015 ist der "Ratskeller" keine öffentliche Gaststätte mehr. Ein seit Jahren aufgelaufener Sanierungsstau im Kellerbereich der Einrichtung hatte Mitarbeiter der Lebensmittelhygiene des Landratsames Zwickau auf den Plan gerufen. Das Restaurant, das auch Treff für Vereine war, wurde deshalb für Besucher gesperrt und ist seitdem zum Bedauern vieler Werdauer verwaist.

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