Züchter feiern zwei Jubiläen

In Langenhessen passen Geflügel und Kaninchen prima zusammen. Eine große Schau vereint auch Aussteller über die Landesgrenze hinaus.

Langenhessen.

Für Frieder Pansa ist das erste Novemberwochenende ein bedeutendes. Nicht nur, dass 150 Jahre Rassegeflügel- und 100 Jahre Kaninchenzucht mit einer großen Ausstellung gefeiert werden. Der 63-Jährige hat noch zwei weitere Jubiläen. "Ich bin seit 30 Jahren im Verein und seit 20 Jahren der Vorsitzende", sagte der Langenhessener, der seit vielen Jahren Zwerghühner der Rasse Vorberg und Modeneser Tauben in dem seltenen Farbschlag Magnati züchtet.

20 Männer waren es, die am 10. Januar 1869 einen Taubenverein im Dorf gründeten. Er arbeitete in den folgenden Jahren unter vielen Namen. 1952 kamen die Rassegeflügelzüchter dazu. Ab 1990 nannte man sich Rassegeflügelverein Langenhessen. Im Dezember 1919 hoben acht Einwohner den Kaninchenzüchterverein aus der Taufe. "Die Fünfzigerjahre waren eine Hochzeit. Beide Vereine hatten regen Mitgliederzuspruch. Es wurde zusammen gefeiert, Schlachtfeste und Tanzvergnügen fanden statt", weiß Frieder Pansa aus den Chroniken. Nach der Wende war das Züchten nicht mehr populär, beide Vereine verloren massiv Mitglieder. "Also haben wir 2008 beschlossen, künftig zusammenzuarbeiten." Eine richtige Entscheidung, wie sich herausstellte.

Heute hat der Rassegeflügel- und Kaninchenzuchtverein Langenhessen 1896 immerhin 33 Mitglieder. "Nicht schlecht, aber wir suchen händeringend auch junge Mitstreiter", sagt der Vereinschef. Er hofft, dass auf der kommenden Ausstellung vielleicht das Interesse einiger Besucher für das Hobby geweckt wird. Wie immer, werden die Frauen der Züchter helfen, dass die Schau ein Erfolg wird. Christa Friedrich zum Beispiel übernimmt wieder die Verköstigung der Besucher. "Wir helfen alle mit, wo wir gebraucht werden. Schließlich sind wir da mit reingewachsen", sagt Ingrid Pansa schmunzelnd. Auch eine Tombola wird es geben, um die sich die Frauen kümmern. Mehr als 60 Aussteller aus dem hiesigen Raum, aber auch aus Thüringen werden sich in der Schau am 2. und 3. November präsentieren. Ein Novum gibt es noch. "Wir dürfen die Halle des DRK-Katastrophenschutzes nutzen. Sie liegt zentral, und auch der Platz reicht aus", sagt Frieder Pansa.

Die Ausstellung öffnet am 2. November von 9 bis 18 Uhr und am 3. November von 9 bis 14 Uhr ihre Pforten im DRK-Katastrophenschutzzentrum (ehemals Kartoffellagerhaus), Seelingstädter Straße 9 in Langenhessen.

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