Zwei lustige Bürokraten bringen einen Ortsvorsteher zum Lachen

Mehr als 500 Besucher haben die Show mit dem Titel "Tatort Büro" von Baumann und Clausen im Theater in Crimmitschau verfolgt. Unter den Gästen befand sich auch ein Kommunalpolitiker.

Crimmitschau/Fraureuth.

Mit den Mitarbeitern von Behörden hat Hans-Dieter Jakob (Freie Wähler) regelmäßig zu tun. Der 69-Jährige ist Ortsvorsteher von Fraureuth. "Mit der Gemeindeverwaltung in Fraureuth und der Stadtverwaltung in Werdau klappt die Zusammenarbeit gut. An übergeordneten Stellen ist es manchmal schwieriger. Da vermisst man Typen, die einfach mal die Hemdsärmel hochkrempeln und Mut zu Entscheidungen haben", sagte Hans-Dieter Jakob.

Am Montagabend hat der Ruheständler, der seit 2009 als Ortsvorsteher tätig ist, über den Alltag in den Behörden gelacht: Er verfolgte mit mehr als 500 weiteren Besuchern im ausverkauften Theater in Crimmitschau das Bühnenprogramm mit dem Titel "Tatort Büro" von Alfred Clausen und Hans-Werner Baumann. Die beiden lustigen Bürokraten, die täglich unter anderem auf Radio PSR zu hören sind, strapazierten zwei Stunden die Lachmuskeln der Besucher. "Bei dem Programm darf man auch mal über die Behörden lachen, was sonst nicht so gut ankommt", sagte Hans-Dieter Jakob, der Baumann und Clausen zum ersten Mal live erlebte.

Die Comedy-Moderatoren nahmen sich und die Mitarbeiter in den Ämtern auf die Schippe. Mit Blick auf den Programm-Titel "Tatort Büro" hieß es: "Das ist schon ein Widerspruch in sich. Warum? Das Büro ist kein Ort der Taten." Hans-Werner Baumann fragte mit Blick in den Zuschauerbereich, wie viele Leute in der freien Wirtschaft arbeiten. Daraufhin gingen nur wenige Arme nach oben. Seine Feststellung: "Da muss ja das ganze Rathaus da sein." Alfred Clausen wollte wissen, welche Gemeinsamkeiten es zwischen E-Auto und Durchfall gibt. Seine Antwort: "Man weiß nie, ob man es noch bis nach Hause schafft." So ging es - unter anderem mit Blick auf Herausforderungen von Digitalisierung und Aufgaben eines Gleichstellungsbeamten - weiter.

Im zweiten Teil der Show durfte das Publikum aus Crimmitschau bei der Entstehung einer Radio-Folge helfen. Aus den Reihen der Gäste kamen zehn Begriffe, die Hans-Werner Baumann innerhalb von sechs Minuten in einen lustigen Dialog einbauen sollte. Dazu gehörten Ostsee, Schubkarre, Schwiegermutter, Gewitter, Durchfall, E-Auto, Entbindungsstation und Verlängerungskabel. Zusätzlich nannten die Besucher - passend zu den Ereignissen am Montag - noch Rücktritt und den Namen der CDU-Vorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer. Die Pointe der Geschichte: Alfred Clausen will auch die Schwiegermutter vom Rücktritt begeistern. Damit sorgt er vielleicht sogar bei so manchem Mitarbeiter in den Behörden für Begeisterung.

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