Zwölf Plätze sollen Frauen Schutz bieten

Angebot in Westsachsen dient auch Erzgebirgern

Zwickau.

Reichen die Wohnungen, die Frauen als Schutzraum gegen ein gewalttätiges Umfeld zur Verfügung stehen, aus? Das wollte Jens Heinzig, Fraktionschef der SPD im Zwickauer Stadtrat, von der Stadtverwaltung wissen. Laut Oberbürgermeisterin Pia Findeiß (SPD) tun sie das.

Allerdings betreibt die Stadt selbst keine Einrichtung - die Verantwortung für den Frauenschutz liegt beim Landkreis. Nach Rücksprache mit dem Mütterzentrum des SOS-Kinderdorfs bestätigte die OB, dass der Träger die zwölf Plätze für Frauen und deren Kinder für ausreichend hält. Sollte der Bedarf größer sein, könnte man sich an andere Schutzeinrichtungen in Sachsen wenden - sie sind in einem Netzwerk miteinander verknüpft. Jedoch dürfe man bei der Betrachtung der Kapazitäten nicht nur von Westsachsen allein ausgehen. "Leider gibt es im Erzgebirgskreis keine Frauenschutzeinrichtung", so Pia Findeiß. In der Not helfen die Westsachsen mit Plätzen aus. "Wünschenswert wäre, um eine Entlastung zu erreichen, ein entsprechendes Schutzangebot dort zu schaffen", so die Oberbürgermeisterin weiter.

Für die Betreuung der Schutzsuchenden gibt es in Sachsen eine Richtlinie. Demnach sind für die Betreuung der zwölf Plätze anderthalb Vollzeitarbeitsstellen vorgesehen. Das Mütterzentrum übernimmt mehr als die Hälfte der Kosten. (sth)

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