13-Jähriger hilft Leben retten

Ehrensache! Engagiert in Westsachsen. Heute: Dominic Donath, Mitglied der Wasserwacht Koberbachtalsperre.

Langenhessen.

Dominic Donath gehört erst seit drei Jahren zu den Mitstreitern der Ortsgruppe Koberbachtalsperre der DRK-Wasserwacht, doch der 13-Jährige ist bereits einer der aktivsten unter den rund 200 Mitgliedern in der Truppe. "Mir macht die Arbeit Spaß. Der Verein ist für mich zu einer zweiten Familie geworden", sagt der junge Crimmitschauer. Während andere Jungen in seinem Alter mit den Eltern oder Großeltern in den Ferien im Urlaub sind, sich in den Bergen erholen oder irgendwo am Wasser entspannen, verrichtet Dominic Donath ehrenamtlich seinen Dienst im Strandbad an der Koberbachtalsperre. Dortkann der Arbeitstag für einen 13-Jährigen manchmal lang und auch anstrengend sein. "Meine Aufgabe ist es, den Schwimmmeister und die größeren Rettungsschwimmer zu unterstützen", erklärt der Crimmitschauer. Die Einsätze regelt ein Dienstplan. Daher weiß der Jugendliche, wann er gebraucht wird. "Während der Ferienzeit habe ich 15bis 20 Dienste. Das geht in Ordnung." Je nach Witterung ist er unterschiedlich lange im Strandbad. "Ich habe zwischendurch aber einige Pausen und arbeite nicht durch. Es gibt Tage, da ist viel Betrieb. Dann muss man auch gut aufpassen, dass nichts passiert. Doch es gibt kühle Tage, an denen nur wenige Besucher kommen", berichtet Dominic Donath. Den Weg zwischen Wohnort und dem Strandbad legt der 13-Jährige mit dem Fahrrad zurück. "Manchmal fährt mich auch meine Mutti", sagt der junge Crimmitschauer.

Die bisherige Saison verlief ohne große Zwischenfälle. "Ich musste bisher mal eine Platzwunde versorgen und bei einem Bienenstich oder einem Sonnenbrand Hilfe leisten." Dass dies auch ordnungsgemäß geschieht, dafür hat der 13-Jährige beim DRK eine entsprechende Ausbildung absolviert und mit Bravour bestanden. Das erworbene Wissen wird ständig aufgefrischt.


Dominic Donath hat den Weg zum Verein durch Zufall gefunden. "Ein Schulfreund ist auch bei der Wasserwacht. Der hat mich 2016 gefragt, ob ich mal mitkommen möchte." Da war Dominic zehn Jahre alt und hatte zuvor weniger gute Erfahrungen im Schwimmen gemacht. Die erste Prüfung zum Ablegen des "Seepferdchen", der untersten Stufe des Schwimmabzeichens, schaffte der damals Siebenjährige nicht. Inzwischen bewegt er sich wie ein Fisch im Wasser und kennt die Handgriffe zur Rettung einer im Wasser verunglückten Person perfekt. "Ich finde es toll, anderen Menschen helfen zu können."

Für André Kleber, Vorsitzender der Ortsgruppe und Einsatzleiter, ist es wichtig, den Nachwuchs behutsam an seine Aufgaben heranzuführen. "Dominic hat bei seinem Dienst im Strandbad zwei erfahrene Mitstreiter an seiner Seite und kann von denen im Alltagsgeschehen viel lernen. Die Theorie ist nur die eine Seite der Medaille, die Praxis die andere", sagt André Kleber. Für ihn zählt der 13-Jährige zum hoffnungsvollen Nachwuchs. "Er ist zuverlässig, gewissenhaft und ehrgeizig", lautet André Klebers Urteil. Der 36-Jährige hat seit 2012 den Vorsitz der Ortsgruppe inne und die Truppe zu einer der besten im DRK-Kreisverband entwickelt. Lob dafür gibt es vom Vorstandsvorsitzendes des Kreisverbandes. "André Kleber leistet eine hervorragende Arbeit und das nicht nur bei der Nachwuchsgewinnung. Dem Motto des DRK - 'Menschen helfen, Gesellschaft gestalten' - wird er voll gerecht", sagt Lars Kretzschmar.


Aufgabengebiet der Ortsgruppe ist vielseitig

Die Mitglieder der Ortsgruppe leisteten im vergangenen Jahr insgesamt 4903Einsatzstunden. Das dabei absolvierte Spektrum ist vielseitig. So entfallen 106 Stunden auf Hilfe beim Blutspendedienst, 553 Stunden auf Arbeitseinsätze, 1072 Stunden beim Wasserrettungsdienst, 2024 Stunden beim Sanitäts- und Rettungsdienst sowie 1148 Stunden bei der Teilnahme an Veranstaltungen aller Art.

Dem Verein gehören rund 200 Mitglieder aus sieben Nationen an und kommen aus allen Berufsschichten. Die jüngsten Mitstreiter gehen in denKindergarten, die ältesten sind 80 Jahre.

2018 absolvierten die Mitglieder der Ortsgruppe insgesamt 7114 Ausbildungsstunden, davon rund 4000 Trainingsstunden. An reiner Ausbildung wurden 1242 Stunden geleistet, bei der Fortbildung standen im Vorjahr 1133 Stunden zu Buche, um einige Beispiele aus der Arbeit der Ortsgruppe zu nennen. (umü)

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