20. IFA-Oldtimertreffen sorgt für Dieselduft und Partystimmung

Für drei Tage kehrten die Besitzer von G 5, H 6 oder S 4000 mit ihren historischen Vehikeln noch einmal an den Ort zurück, an dem die Fahrzeuge einst hergestellt wurden und lockten Tausende von Besuchern an.

Werdau.

Das 20. IFA-Oldtimertreffen hat alle bisherigen Rekorde gebrochen. Nach Angaben der Veranstalter nahmen an dem Treffen 600 Aussteller teil. "Bereits bis Samstagabend hatten wir 420 Startnummern vergeben. Der Rest kam noch am Sonntag. Das ist Wahnsinn. Mehr ging einfach nicht", bilanziert Museumschef Hans-Jürgen Beier. Unter Regie der kommunalen Einrichtung wird die Veranstaltung seit 20 Jahren organisiert. Und noch einen Rekord vermelden die Organisatoren: Insgesamt wurden exakt 11.626 zahlende Besucher gezählt. Hinzu kommen die Kinder, die keinen Eintritt zu zahlen brauchten und Aussteller mit ihren Familien. Das macht eine Besucherzahl von insgesamt rund 16.000 Gästen. Weitere Tausend säumten am Sonntag die Straßen entlang des Korsos durch Werdau und Steinpleis. "Wir sind absolut zufrieden. Alles lief reibungslos. Es gab keine Zwischenfälle", sagt Hans-Jürgen Beier. Das einzige Manko: Ab Samstagnachmittag waren die drei Sonderparkplätze (Gewerbegebiet Steinpleis, Platz der Solidarität in Werdau und Sportplatz in Fraureuth) belegt. Der ursprünglich geplante Parkplatz beim Pleissencenter wurde kurzfristig gestrichen, ebenso der angekündigte Shuttle-Verkehr. Dafür war ein ganz anderer Shuttle-Verkehr der absolute Renner während der dreitägigen Veranstaltung. Wer wollte, konnte in historischen Bussen eine kleine Stadtrundfahrt unternehmen. Angeboten wurden die von den Ausstellern.

Gute Laune war an allen drei Tagen Trumpf. Besonders am Samstag, dem Haupttag, drängelten sich bis in die späten Abendstunden die Besuchermassen über das Festgelände und erfreuten sich an den ausgestellten Fahrzeugen. Bewundert werden konnte ein Querschnitt der Nutzfahrzeuge, die einst in Werdau produziert wurden. Dazu gehören unter anderem H 6, S 4000 und G 5. Aber auch einige Raritäten, von denen nur die wenigsten wussten, dass auch sie einst in Werdau produziert wurden. Dazu gehörten beispielsweise drei Zirkuswagen, die etwas abseits neben der Westtrasse standen. Bewundert werden konnten auch Fahrzeuge, die in Werdau entwickelt, aber anderswo produziert wurden. Ein Klassiker und in x-Versionen ausgestellt: der W 50.

Während sich die Besucher an den Fahrzeuge erfreuten und die Aussteller auch bereitwillig Auskunft gaben, nutzte eine Vielzahl der Gäste die Gelegenheit zu einem Plausch mit Gleichgesinnten. "Das ist wie bei einer Geburtstagsfeier. Man kennt den Termin, kommt einmal im Jahr zusammen, tauscht Neuigkeiten aus und feiert", sagt Sven Seiffert aus Dresden, der mit drei Oldtimern und einer siebenköpfigen Besatzung angereist war. Sein Wunsch: "Möge es das Treffen noch lange geben." Der Satz war an den drei Tagen öfters zu hören.

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