8,5 Millionen Euro für neuen GGZ-Bau

Der Grundstein für den neuen Firmensitz der städtischen Gebäude- und Grundstücksgesellschaft ist gelegt. Der Bau soll den Eingang zur Innenstadt aufwerten.

Zwickau.

An der Ecke zwischen Gewandhausstraße und Ring geht jetzt der Bau in die entscheidende Phase. Nach monatelangen Abrissarbeiten und Bauvorbereitungen auf dem Gelände des früheren Theaters in der Mühle (TiM) ist am Freitag der Grundstein für den neuen Hauptsitz der Gebäude- und Grundstücksgesellschaft Zwickau (GGZ) gelegt worden. Bis Anfang 2021 sollen die 56 Beschäftigten des größten Vermieters in der Stadt dorthin umgezogen sein.

Laut Geschäftsführer Thomas Frohne soll der 8,5 Millionen Euro teure Neubau gemeinsam mit dem auf der gegenüberliegenden Seite des Stadtrings entstehenden Hochschulgebäude einen modernen südlichen Zugang zur Innenstadt bilden. "Das Ziel ist, den Standort aufzuwerten", sagte er. Außerdem verbessere auch der Großvermieter seine eigene räumliche Situation. Bisher sind die Mitarbeiter in dem 1933 an der Parkstraße errichteten Komplex in drei verschiedenen Gebäudeteilen untergebracht. Abstimmungswege sind lang, barrierefreie Zugänge nicht möglich. All das soll sich im neuen Gebäude ändern.


Im Erdgeschoss zieht hinter der Glasfront ein Kundenbüro ein. Die Büros werden modern ausgestattet und sollen möglichst wenig Papier beinhalten. Derzeit stelle man bereits auf elektronische Mieterakten um, sagte Frohne. Die Büros in den oberen beiden Geschossen will man vermieten. Die GGZ braucht diese Räume nicht, musste die Stockwerke aber bauen, sagt Sprecher Steven Simmon. "Das hängt mit der Gebäudehöhe der angrenzenden Bauten zusammen. Wir mussten etwa auf dieselbe Höhe kommen", sagt er. "Außerdem war das Theater in der Mühle ähnlich hoch, auch wenn man das vielleicht schon gar nicht mehr so in Erinnerung hat." Auf dem Gelände entstehen zudem Kundenparkplätze. Für Mitarbeiter sind keine Extra-Stellplätze vorgesehen. Was nach dem Umzug 2021 mit der jetzigen Geschäftsstelle an der Parkstraße passiert, ist noch offen. Denkbar sei sowohl eine Sanierung als auch ein Umbau oder ein Verkauf, sagt Simmon. Nur müsse aus Denkmalschutzgründen die Fassade stehen bleiben.

Das kommunale Tochterunternehmen, das 7000 Wohnungen in Zwickau und 20.000 Quadratmeter Gewerbefläche vermietet, hat gleichzeitig zur Grundsteinlegung auf der Baustelle ihr 25-jähriges Bestehen gefeiert. Aufsichtsratschef und Finanzbürgermeister Bernd Meyer (Die Linke) erinnerte daran, dass die GGZ längst mehr als nur ein Wohnungsvermieter ist. Mit der Schwimmhalle in Schedewitz, dem Stadion in Eckersbach und demnächst auch dem Ballsportzentrum in Neuplanitz war und ist die Gesellschaft federführend als Bauherr für drei städtische Großprojekte zuständig. "Als ich erstmals den Wunsch dazu geäußert habe - wobei Wunsch untertrieben ist - hielt sich die Begeisterung in Grenzen. Und das ist auch untertrieben", sagte Meyer. Aber die GGZ habe sich mit ihrer neuen Rolle arrangiert und sei darin sehr erfolgreich. Meyer resümierte, wobei er sich selbst als Aufsichtsratschef einbezog: "Wir haben meistens das Richtige und das Meiste richtig gemacht."

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