Aggressive Bande vor Gericht

Prozess gegen drei junge Männer wegen Körperverletzung, Raub und Bedrohung

Eine ganze Litanei an Straftaten steht in den Anklagen gegen drei junge Männer, die sich seit dieser Woche vor dem Amtsgericht Zwickau verantworten müssen. Dem gebürtigen Zwickauer, dem Syrer und dem Afghanen wird unter anderem schwere Körperverletzung vorgeworfen. Auch sollen sie mehrfach Polizisten beleidigt haben.

Die drei trieben - gemeinsam mit anderen Männern - ihr Unwesen hauptsächlich in der Innenstadt und der Nordvorstadt. Unter anderem ist der Zwickauer angeklagt, weil er mit anderen einen Mann - offensichtlich ein Skinhead - zunächst mit Bonbons beworfen und beleidigt haben soll. Anschließend soll er dem Mann mehrfach mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben. Das Opfer wurde zudem laut Anklage mit Messern und Schlagstöcken bedroht und überdies beraubt - der Mann büßte eine Geldbörse mit 490Euro darin ein. Auch einen Teilnehmer eines Junggesellenabschieds soll die Bande geschädigt haben. Er wurde am Schumannplatz durch Fausthiebe und Fußtritte ins Gesicht so schwer verletzt, dass er mehrere Brüche im Gesicht erlitt. Die Langzeitfolgen der Verletzungen sind noch nicht abzusehen.

Zu dritt müssen sich die jungen Männer zudem wegen mehrfacher Bedrohung verantworten. So kündigten sie laut Staatsanwaltschaft gegenüber mehreren Menschen an, sie zu töten oder zu verletzen. Außerdem legten sie sich auf dem Römerplatz mit Polizisten an, die ihnen einen Platzverweis erteilen wollten. Der Prozess soll in zwei Wochen fortgesetzt werden. (sth)

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