Alles klar für den Fluss

In der Zentralkläranlage fand am Samstag ein Tag der offenen Tür statt. Mehrere hundert Gäste haben sich informiert.

Zwickau.

Es ist im Leben wie bei den Wasserwerken: Sind die Dinge erst einmal geklärt, läuft vieles leichter. Einige hundert Besucher haben sich am Samstag in der Zentralkläranlage davon überzeugt, dass selbst aus trübem Abwasser eine saubere Sache werden kann.

Unter den Gästen waren auch Elli Hentschel und ihre Mutter Nicole. Das Mädchen war neugierig genug, zuhause für den ungewöhnlichen Wochenendausflug zu werben. Und auch, wenn die Führungen nicht direkt auf Kinder zugeschnitten waren, fand die junge Moselerin diesen Tag interessant. Jetzt weiß sie, wie Wasser gereinigt wird, erklärt sie zufrieden, als sie nach der Führung am Glücksrad ansteht. Was ihr aufgefallen ist: Es riecht in diesem Werk gar nicht so schlimm, wie man befürchten könnte. Das ging sicher auch anderen Besuchern so. Sie erfuhren auf ihrem Weg durch die Kläranlage, wie aus dem, was sie durch den Abfluss spülen, das wird, was die Mulde hinab in Richtung Dessau-Roßlau fließt.

Normalerweise versteckt sich das Klärwerk hinter einem Zaun am Mulderadweg. Von diesem Ort bekommt man deshalb nicht viel mehr zu sehen als die markanten runden Becken. Für viele war das am Samstag ein Grund, dem Werk einen Besuch abzustatten, sagte Ines Düring, die bei den Wasserwerken für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. "Wir haben von vielen Gästen gehört, dass sie neugierig sind, weil sie den Betrieb vor allem vom Vorbeifahren kennen." Sie kennen ihn theoretisch auch, weil er für sie eine wichtige Aufgabe erledigt. Und nicht nur für sie: Insgesamt rund 170.000 Anwohner profitieren von der Abwasserentsorgung in Zwickau. Die zentrale Anlage in Crossen ist 1997 eröffnet worden und damit das modernste Werk in der Region. Es reinigt die Abwässer, die über das Pumpwerk Krebsgraben aus dem Süden der Stadt kommen, über den Silberhof aus der Innenstadt und über die Pumpstation an der Dorotheenstraße vom rechten Muldenufer gen Crossen fließen. Was diese Abwässer manchmal so mit sich bringen, das wurde gleich am Anfang der Reinigungstour ersichtlich. Und in welcher Qualität es dann in den Wasserkreislauf entlassen wird, das war am Ende allen Besuchern tatsächlich klar.

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