Alte Freunde kann niemand trennen: Das Stadtfest ist zurück

Nach zweijähriger Zwangspause wegen Bauarbeiten konnten die Wilkau-Haßlauer am Wochenende wieder Stadtfest feiern. Veranstalter, Händler und Besucher zeigten sich zufrieden.

Wilkau-Haßlau.

Es gibt Veranstaltungen, die nach einer Pause von zwei oder drei Jahren nur schwer oder nicht mehr wiederbelebt werden können. Ganz anders das Stadtfest in Wilkau-Haßlau. "Nachdem das Fest im vergangenen Jahr durch die sich hinziehenden Bauarbeiten kurzfristig abgesagt werden musste, hatte ich es mir schwieriger vorgestellt, Händler und Schausteller für die Veranstaltung zu gewinnen", sagt Ulf Pörnig, der das Fest im Auftrag der Stadt organisierte. Letztendlich sei es dann aber recht einfach gewesen. "Das liegt wohl auch daran, dass viele von ihnen schon in der Vergangenheit dabei waren und wissen, was sie erwartet und wie das hier abgeht."

Ein wichtiger Aspekt sei gewesen, Angebote für alle - also von Kindern bis hin zu Senioren - zu bieten. Pörnigs Einschätzung: "Die Wilkau-Haßlauer wollen so ein Fest haben." Das zeigte sich auch in den Meinungen der Besucher. Die 24-jährige Jenny, die mit Freunden zum Stadtfest an der Muldentalhalle gekommen war, freute sich, dass sich in ihrer Heimatstadt in Sachen Großveranstaltungen wieder etwas tut. "Es ist zwar nicht unbedingt unsere Musik, die hier gespielt wird, aber ein wenig Partystimmung kommt natürlich trotzdem auf", sagte sie. Der Vorteil: "Wir können zusammen feiern und haben am Ende alle relativ kurze Heimwege."


Nicht nur Ortsansässige, auch Besucher aus dem Umland zog es zur Stadtfete nach Wilkau-Haßlau. Zum Beispiel Peter Trommer (58) aus Zwickau. "Ich freue mich, dass es diese Veranstaltung in diesem Jahr wieder gibt und komme mit meinen beiden Enkeln gerne her", sagte er. Anders als beim Zwickauer Stadtfest, dem er schon längere Zeit fernbleibe, gehe es in Wilkau-Haßlau familiär zu. "Es ist nicht so hektisch, es herrscht auch nicht so ein Gedränge und trotzdem haben die Leute Spaß. Das Konzept ist durchdacht und auf den Ort abgestimmt", sagte Trommer.

Zustimmung kam von Michel Walz aus Zwickau, der mit seinem "Süßen Haus" fast von Beginn an zu den Händlern des Stadtfestes gehört. "Die Leute nehmen unsere Süßigkeiten gut an. Außerdem sind wir aus der Region, da gehört es sich einfach, dass man bei solchen Events mit dabei ist." Ebenso zu den Mitwirkenden der ersten Stunde gehört Schaustellerin Daniela Krauße aus Annaberg-Buchholz. "Ich glaube, unser über 100 Jahre altes Kettenkarussell ist beinahe schon so etwas wie ein Markenzeichen des Wilkau-Haßlauer Stadtfestes. Es ist schön, dass diese Veranstaltung wieder stattfindet und wir dazu eingeladen wurden", sagte sie.

Kritik, dass das Stadtfest während der Zeit der Bauarbeiten auf dem Platz an der Muldentalhalle nicht an einen anderen Standort verlegt wurde, wies Bürgermeister Stefan Feustel (CDU) zurück:"Das ist leichter gesagt als getan, denn es müssen eine ganze Menge Rahmenbedingungen und Vorgaben beachtet werden. Das geht schon bei den vorgeschriebenen Abstandsfläche und der Standsicherheit von Fahrgeschäften los." Hinzu komme dass viele der Händler heutzutage Anschlüsse für Strom oder Wasser benötigen. "Wir haben schlichtweg keine geeignete Ausweichfläche, auf der wir das alles sicherstellen könnten", so der Rathauschef. Er betonte, dass Stadtfest und Frühlingsfest zusammen mit dem Weihnachtsmarkt künftig als feste Position im Veranstaltungskalender der Stadt auftauchen.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...