Am Schwanenteich geht's rund

Radwege, Dämme, Bäume und eine Brunnensanierung: Zwickau investiert in seinen Park. Es fehlen nur noch die Schwäne selbst.

Zwickau.

Die jüngste Sitzung des Zwickauer Bauausschusses hätte durchaus auch am Schwanenteich stattfinden können. Gleich fünf Tagesordnungspunkte beschäftigten sich mit der weiteren Entwicklung der ältesten gestalteten und wohl auch beliebtesten Parkanlage der Stadt. Allein mit den gefassten Beschlüssen werden knapp 3,2 Millionen Euro in die Umgebung des etwa 1475 angelegten Teiches investiert.

Im zweiten Anlauf verständigten sich die Räte auf die Revitalisierung des Geländes des ehemaligen Schwanenschlosses. Dazu sollen die beiden Kellergeschosse entfernt und das Gelände zunächst begrünt werden. Auch jetzt sind offenbar noch nicht alle Räte davon überzeugt, dass die Quelle des Schwanenteiches, die sich in den Kellern befindet, so gesichert werden kann, dass der Zufluss zum Teich dauerhaft gewährleistet ist. Auch die Zukunft der großen Freitreppe ist noch nicht geklärt. Ein Teil der Räte würde sie gern einsparen. Das Problem: Die Stufen stehen unter Denkmalschutz. Jetzt muss das Landesamt für Denkmalpflege entscheiden.


Entschieden wurde auch über einen Ausbau des Weges entlang der Humboldtstraße als Radweg. Er soll künftig die Verbindung zwischen Marienthal und Planitz ergänzen. Beschlossen wurde zudem, die Ziegelwiese zu einem begehbaren Biotop auszubauen. Den finanziell größten Posten nimmt die Sanierung der Dammwege rund um das Gewässer ein, auf dem es nach wie vor keine Schwäne gibt. Sie sollen damit auch weiterhin für Spaziergänger, Walker und Jogger attraktiv bleiben und gleichzeitig den Wettereinflüssen trotzen. In allen Aufträgen ist auch die Pflanzung von Bäumen und Sträuchern enthalten. Speziell bei den Bäumen finden hier Ersatzpflanzungen statt, die nach Fällungen im Stadtgebiet notwendig geworden sind.

Für den Nachwuchs entsteht gerade eine neue Spiel- und Erlebniswelt. Für rund 400.000 Euro steht dort die Schwanenstadt, die den ehemaligen Spielplatz Meltzerwiese ablöst, vor der Fertigstellung. Doch damit nicht genug: Auch der Schwanenbrunnen gehört zum Parkgelände. Er wurde Mitte der 1980er-Jahre durch den Ausbau der Reichenbacher Straße vom Hauptgelände getrennt. Inzwischen ist der 1935 eingeweihte Springbrunnen in die Jahre gekommen und überholungsbedürftig. Für knapp 780.000 Euro wird er derzeit saniert. Im Preis inbegriffen sind ein Radweg sowie der Neubau der Pergola.

In den letzten Jahren war bereits die Crataegusallee neu gestaltet worden. Dabei waren frische Rotdornbäume angepflanzt und kurz darauf an dieser Stelle zum ersten Mal eine Wegbeleuchtung installiert worden. Insgesamt wurden dabei in den vergangenen fünf Jahren rund 5 Millionen Euro in die Parkanlage investiert.

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