An Frühlingsstraße könnte Bildungszentrum für Demokratie entstehen

Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau und Zwickaus OB Pia Findeiß besuchten am Samstag den Ort des letzten Unterschlupfes des NSU-Terrortrios.

Zwickau.

An der Stelle an der Zwickauer Frühlingsstraße, an der früher das Haus stand, in dem Beate Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt vom nationalsozialistischen Untergrund (NSU) lebten, könnte ein Bildungs- und Dokumentationszentrum entstehen, das über die Taten des NSU berichtet und demokratischer Bildungsarbeit leistet. Am Samstagnachmittag trafen sich die Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau (Die Linke) und die Zwickauer Oberbürgermeistrin Pia Findeiß (SPD) mit Vertretern vom Kulturbüro Sachsen und Mitwirkenden der Geschichtswerkstätten aus Chemnitz an dem Ort.

Findeiß sagte, dass sie sich bereits 2011/12 an die Bundesregierung und den sächsischen Ministerpräsidenten mit der Bitte um Unterstützung bei der Aufarbeitung der Taten des NSU gewandt hatte, aber ohne Erfolg. Nach der Urteilsverkündung gegen Beate Zschäpe gebe es dazu eine neue Debatte. Findeiß sprach sich für solch ein Bildungs- und Dokumentationszentrum aus. Dafür brauche es aber das Engagement des Landes und des Bundes. Petra Pau versicherte, dass sie die Bundesregierung fragen wolle, wie sie dazu steht, auch, ob Geld über das Programm "Demokratie leben" fließen könne. Dafür brauche es aber ein entsprechendes Konzept. vim

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