Anderen Freude bereiten ist auf vielerlei Weise möglich

Frauen aus Vietnam begeistern in Zwickau mit ihren Sommerrollen. Musiker initiiert einen Jazz-Club. Auszubildende engagieren sich für ein Hospiz.

Nguyen Thie Nhu Quynh (33), erst vor einem Monat aus Hanoi nach Deutschland gekommen, war eine der vietnamesischen Frauen, die bei der jüngsten Veranstaltung "Kochen verbindet" den zahlreichen Teilnehmern aus verschiedenen Ländern zeigten, wie man selbst die leckere Sommerrolle zubereiten kann. Sie übernahmen dabei auch den schwierigen Part der Herstellung der Füllung - das Ausbacken der gequirlten und nur mit Salz gewürzten Eier zu hauchdünnen Crêpes, die dann in feine Streifen geschnitten wurden. "Ich spreche leider noch nicht so gut Deutsch", entschuldigte sich die Frau, die mit dem achtjährigen Sohn zum Mann und Vater zog, der bereits vor drei Jahren von Berufswegen nach Westsachsen kam.

Den Anschluss an ihre Landsleute fand die Neu-Crimmitschauerin sehr schnell durch ihre vietnamesischen Vermieter. Durch sie kam sie auch zum "Vietnamesischen Verein Westsachsen", der die Gäste nicht nur bestens in den Räumen der Eckersbacher evangelisch-lutherischen Christophoruskirche bewirtete, sondern ihnen auch zwei Tänze präsentierte. "Es ist schön zu sehen, wie Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen sich dabei kennenlernen und miteinander ins Gespräch kommen", sagte Isabell Kühnreich, die Veranstwortliche der Aktionen "Kochen verbindet" und "Grillen verbindet", die vom Büro der Gleichstellungs-, Ausländer-, Integrations- und Frauenbeauftragten, initiiert werden. Sie verriet, dass bei der nächsten Aktion im Juni gegrillt und Freiluftkino veranstaltet wird. (lth)


Leo Siberski, Generalmusikdirektor (GMD) des Theaters Plauen-Zwickau, gehörte am Donnerstag zu den begeisterten Besuchern der Ausstellungseröffnung des Künstlers Tasso, die von Renate Lang vom Kunst- und Kulturverein Fraureuth organisiert wurde. Der Zwickauer Kunstliebhaberin sind nicht nur die regelmäßigen Ausstellungen und Begleitveranstaltungen im Hotel "First Inn" zu verdanken.

Dank ihrer zupackenden Art nimmt nun auch ein Wusch von Leo Siberski Gestalt an. "Wir kamen im Januar, zum Neujahrsempfang der Oberbürgermeisterin zufällig darauf zu sprechen, dass ich in Zwickau gerne einen Jazz-Club ins Leben rufen möchte. Und Renate Lang meinte, das wünsche sie sich auch schon lange." Lange knüpfe Kontakte zur Villa "Mocc" und zur TastingCrew Zwickau sowie zu dem "Aficionados del Tabaco"-Verein Zwickau. Leo Siberski trommelte mit Nils J. Fahlke (Drums), Robert Stambolsyan (Gitarre) und Rober Lucaciu (Kontrabass) noch einen alten und zwei junge "Hasen" zu einem Leo-Siberski-Quartett, das am 28. März ab 18 Uhr sein Debüt beim 1. "Villa Mocc Jazz"-Abend feiern wird. "Ich freue mich riesig darauf. Wir haben ein tolles Programm", verspricht Siberski, der an dem Abend Trompete, Flügelhorn und Piano spielen wird. Der Eintritt kostet 15 Euro. Tickets gibt es in den "Freie Presse"-Shops.


Reinhard Wutzler (58) Chef der gleichnamigen Zwickauer Firma für Sicherheitstechnik, traf auf der Baumesse am Wochenende in der Stadthalle Zwickau nicht nur neue Kunden, sondern auch alte Bekannte. "Ein Kunde sagte mir, dass unsere Sicherungen an seinen Fenstern gerade einen Einbruch verhindert haben". Zwar sei der Rahmen beschädigt worden, aber den bezahle die Versicherung. Das sei kein Einzelfall, sagte der Experte. "Der Bedarf an Sicherungen ist nach wie vor sehr hoch", sagte er. Dabei seien die Sicherungen auch vom Landeskriminalamt zertifiziert. Die große Einbruchswelle sei zwar vorüber, "aber die nächste kommt sicher irgendwann", warnt Wutzler vor zu großem Leichtsinn bei der Sicherung von Häusern. Dabei ist der Unternehmer davon überzeugt, dass mechanische Sicherungen wirkungsvoller sind als elektronische. "Sinnvoll ist natürlich eine Kombination aus beiden", sagte er. (nkd)


Auszubildende des dritten Ausbildungsjahres der Euro-Akademie Zwickau engagieren sich für ein Kinderhospiz. Angelehnt an den aktuellen Unterrichtsstoff "Tod und Trauer in pädagogischen Einrichtungen" hat sich die Erzieherklasse entschlossen, eine Spendenaktion für das Kinderhospiz "Bärenherz" in Markleeberg zu starten. Durch eine Spendenbox zum Tag der offenen Tür in der Fachschule Euro-Akademie und in der Kindertagesstätte "Regenbogenland" in Zwickau-Eckersbach sowie durch den Erlös eines Basars kam einiges an Geld gesammelt.

Durchaus mit gemischten Gefühlen und vielen Fragen besuchten die Auszubildenden vor wenigen Tagen das Kinderhospiz und wurden dort herzlich empfangen. Die Jungen Leute bekamen an diesem Tag einen Einblick von der Arbeit in einem Kinderhospiz und konnten einen stolzen Betrag in Höhe von 500 Euro persönlich überreichen. Nach einer emotionalen Reflexion des Besuchs erkannte die Klasse, dass ein Hospiz nicht nur ein Ort der Trauer, sondern viel mehr ein Ort der Freude und des Lebens mit zahlreichen Kämpferherzen ist. (ja)

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