Auf dem Weg der Industriekultur

Zum Themenjahr werden ausgesuchte Bauwerke beschildert und verbunden. Auch die Museen zeigen Sonderausstellungen.

Zwickau.

Die Stadt Zwickau wird das Jahr der Industriekultur und die Landesausstellung "Boom. 500 Jahre Industriekultur in Sachsen" mit eigenen Veranstaltungen und Aktionen begleiten. Unter anderem soll ein Weg der Industriekultur angelegt und entsprechend beschildert werden, teilte die Stadtverwaltung mit.

Den Schildern folgend soll der Betrachter ohne Probleme vom Stadtzentrum zum früheren Areal des Audi- und späteren Sachsenringwerkes gelangen, wo sich heute das August-Horch-Museum und der Audi-Bau befinden. Entlang der Strecke werden rund 20 Objekte und Areale, die beispielhaft für die industriekulturelle Tradition und deren Bedeutung stehen, in die Wegeplanung einbezogen.

Besondere Beachtung finden dabei beispielsweise die Wolfsche Villa (Moccabar), die für den Erfinder der Sicherheitsgrubenlampe gebaut wurde, und der 1874/75 errichtete Gasometer, der heute soziokulturelles Zentrum ist. An der Strecke liegen aber auch das Mitte des 19. Jahrhunderts gebaute Brauereigebäude, das 1904 eröffnete Johannisbad und der seit 1925 bestehende und noch heute genutzte Straßenbahnbetriebshof.

Auch die Zwickauer Museen haben sich auf das Jahr der Industriekultur eingestellt. So gehen auch die Wurzeln der Kunstsammlungen Zwickau auf das Industriezeitalter zurück. 1914 eröffnet, haben die Kunstsammlungen ihre 2020 stattfindenden Sonderausstellungen ganz auf das Themenjahr ausgerichtet. Noch bis zum 9. Februar ist "Sammellust und Kunstgenuss" zu sehen. Gezeigt wird die Gemäldesammlung des Kaufmannes Hermann Hugo Neithold (1862-1939) mit romantischen Landschaften und Stillleben bekannter Künstler. Im Verlaufe des Jahres schließen sich drei weitere Sonderausstellungen an.

Das Robert-Schumann-Haus und die Priesterhäuser präsentieren ebenfalls Facetten der Industriegeschichte. Im Schumannhaus geht es unter anderem um Patente und Erfindungen des 18. und 19. Jahrhunderts.

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