Ausraster hat Folgen

Staatsanwaltschaft ermittelt gegen renitenten Mann

Zwickau.

Sein Ausraster im Gebäude des Zwickauer Landgerichts kommt einen 44-jährigen Angeklagten nun teuer zu stehen. Die Staatsanwaltschaft hat jetzt wegen einer Attacke gegen ein Kamerateam gegen den Mann ein weiteres Verfahren eröffnet.

Am Dienstag soll vor der Strafkammer das Urteil gegen den Angeklagten wegen sexuellen Missbrauchs von Jugendlichen fallen. Ein Gericht in Bonn hatte den Angeklagten wegen ähnlicher Delikte bereits zu drei Jahren Haft verurteilt. Er ging in Revision. Seine Haftstrafe aus dem rechtskräftigen Urteil trat er allerdings nicht an. Er tauchte ab und in Waldenburg wieder auf, wo er junge Männer mit falschen Versprechen in eine Gartenlaube lockte und zu sexuellen Handlungen nötigte. Zwar in Hand- und Fußfesseln gelegt, ging er vor dem Gerichtssaal auf einen Fernsehreporter los, bespuckte ihn und rief "Heil Hitler". Minuten später attackierte er einen Kameramann, die Kamera ging samt Stativ zu Boden und wurde beschädigt. (hpk)


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