Auto-Zulieferer: Streit um Betriebsrat beigelegt

Drohender Konflikt vor dem Arbeitsgericht ist abgewendet - Arbeitnehmervertreter und Konzern nähern sich an

Zwickau/Meerane.

Im Streit um den Vorsitzenden des Betriebsrats beim Automobilzulieferer Adient ist es zur Entspannung gekommen. Wie die Gewerkschaft IG Metall mitteilte, ist das Amtsenthebungsverfahren vom Tisch. Die ursprünglich für Freitag vorgesehene Verhandlung vor dem Zwickauer Arbeitsgericht fand nicht statt. Die Geschäftsleitung habe am Donnerstag erklärt, dass das Unternehmen das gerichtliche Beschlussverfahren zurücknehme. Vorausgegangen waren demnach konstruktive Gespräche zwischen Betriebsrat, IG Metall und Geschäftsleitung. Man wolle in der Coronakrise gemeinsam den Standort in Meerane weiterentwickeln, hieß es. Während des Lockdowns im Frühjahr war ein Streit um Kurz- arbeitergeld zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmervertretern hoch gekocht. Nachdem der Betriebsratschef Angaben der IG Metall zufolge die eigentlich für solche Fälle vorgesehene Einigungsstelle angerufen hatte, eskalierte der Konflikt. Es stand ein Amtsenthebungsverfahren gegen den Vorsitzenden des Betriebsrates im Raum. Adient hatte sich damals zu dem Hergang nicht geäußert, aber auch die Angaben der IG Metall nicht dementiert. Bei Adient in Meerane sind 400 Mitarbeiter beschäftigt. (ael)

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