Autor und Schauspieler: Zwickau ist für beide wie ein Heimspiel

Der DDR-Chef-Indianer Gojko Mitic und Schriftsteller Eberhard Görner kommen regelmäßig in die Stadt. Das Interesse, das ihnen entgegengebracht wird, ist immer groß.

Zwickau.

Die große Cafeteria der K & S Seniorenresidenz in Zwickau platzte gestern Nachmittag aus allen Nähten, als Autor Eberhard Görner und Schauspieler Gojko Mitic Görners historischen Roman "In Gottes eigenem Land: Heinrich Melchior Mühlenberg - der Vater des amerikanischen Luthertums" vorgestellt haben. Fast 70 Zuhörer kamen, um den als DDR-Chef-Indianer bekannten Gojko Mitic und den Mitbegründer, Regisseur und Autor der Fernsehserie "Polizeiruf 110", Eberhard Görner, live zu erleben.

"Ich hatte Sorge, ob wir alle Gäste unterbringen können, weil wir schon zur Filmpräsentation ,Wolle auf Asphalt - das Experiment Trabant" von Eberhard Görner im März eine sehr große Resonanz hatten. Denn viele unserer Bewohner waren früher ehemalige Sachsenring-Mitarbeiter und haben sich natürlich sehr für die Dokumentation interessiert, bei der der einstige Trabant-Chefkonstrukteur Werner Lang zu Wort kommt, deren Witwe Renate Lang in unserer Residenz wohnt", sagte Jana Hertel, die Hausdame der Seniorenresidenz, die für die Organisation der Lesung verantwortlich war. "Als Frau Lang uns von den Buchlesungen von Eberhard Görner mit Gojko Mitic erzählt hat, wussten wir sofort, dass auch dieser Abend ganz im Sinne unserer Bewohner sein wird, weil sie Gojko Mitic und vor allem seine DDR-In- dianerfilme noch in bester Erinnerung haben."

Der 77-jährige Mitic, der in der DDR durch den ersten ostdeutschen Indianerfilm "Die Söhne der großen Bärin" bekannt wurde, übernahm stets die Rolle des 60-jährigen Delawaren-Häuptlings Fliegender Pfeil, den er seit Juni 2017 auch im Schauspiel "In Gottes eigenem Land" an den Landesbühnen Sachsen in Radebeul sehr erfolgreich verkörperte. "Die letzte Theateraufführung fand im Mai statt, ab Oktober wird das Schauspiel in Philadelphia aufgeführt", sagte Görner und fügte hinzu: "Gojko und ich sind seit 2011 zusammen auf der Lesereise, das Buch ist bereits in fünfter Auflage erschienen und wurde mehr als 15.000-mal verkauft." Mehrere Exemplare davon auch in Zwickau, wo die beiden seit 2011 schon mehrfach mit ihrer Lesung zu Gast waren. "Wir beide sind in großer Dankbarkeit mit Zwickau verbunden. Hier sind im Laufe der Jahre große Freundschaften entstanden ... Wir kommen sehr gern nach Zwickau, weil wir hier immer große Aufmerksamkeit erfahren, für die wir sehr dankbar sind", sagte Görner.

Gojko Mitic versäumte es auch gestern nicht, einige der von ihm gesammelten Indianer-Zitate vorzulesen. Sie hinterließen eine tief greifende Wirkung bei den Zuhörern.

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