B 175: Kosten schnellen in die Höhe

Zwickau zahlt mehr als 240.000 Euro zusätzlich

Zwickau.

Von schwindelerregenden Zahlen hat Baubürgermeisterin Kathrin Köhler (CDU) gesprochen, als sie dem Stadtrat erklärte, wie und warum die Kosten für den Ausbau der B 175 im Zwickauer Norden gestiegen sind. Denn obwohl der Bund das Vorhaben begleitet, hat die Preisexplosion dennoch Auswirkungen auf den Haushalt der Stadt.

Zwickau ist an dem Projekt ebenso beteiligt wie die Gemeinde Dennheritz und VW Sachsen. Federführend ist das Landesamt für Straßenbau und Verkehr, Niederlassung Plauen - Vorgänger war das Straßenbauamt Zwickau. Von dort kam 2011 die erste Planung. Die wurde 2012 genehmigt: mit Kosten von knapp 18 Millionen Euro. Inzwischen rechnet man mit einer Bausumme von 26,2 Millionen Euro. Das sei - so gab es Köhler weiter - vor allem auf die gestiegenen Baupreise im Zeitraum zwischen der Planung und dem Bau zurückzuführen. Für die Stadt Zwickau, die mit einem reichlichen Viertel an dem Vorhaben beteiligt ist, bedeutet dies eine Kostensteigerung um rund 2,4 Millionen Euro auf 7,1 Millionen Euro. Allerdings muss das die Stadt nicht allein stemmen, sondern sie kann mit einer Förderung vom Land in Höhe von 90 Prozent rechnen. Unterm Strich bleiben damit aber Mehrkosten in Höhe von etwas mehr als 240.000 Euro.

Kathrin Köhler gab den Räten vor der Abstimmung über die Mehrausgaben mit auf dem Weg, dass es so sein sollte wie bei allen Vorhaben, an denen auch VW beteiligt ist: "Sie sollten die Wichtigkeit selbst sehen", sagte sie mit Blick auf einen der größten Arbeitgeber der Region. Das taten die Räte offenbar auch. Ohne weitere Diskussion stimmten sie mit einer Gegenstimme und drei Enthaltungen für die Ausgaben. sth

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...