Bäche drohen auszutrocknen: Landkreis verbietet Abpumpen von Wasser

Zwickau.

Anwohner an Bächen, Flüssen und Seen im Landkreis Zwickau dürfen ab dem 22. August kein Wasser mehr mithilfe von Pumpvorrichtungen entnehmen. Das teilte die Sprecherin des Landratsamtes, Ilona Schilk am Mittwoch mit. Demnach verbietet die untere Wasserbehörde des Landkreses mittels einer Allgemeinverfügung die Wasserentnahme aus oberirdischen Gewässern mithilfe von Pumpvorrichtungen. Das Verbot gilt bis zum 31. Oktober. Bisher bedurfte ein solches Abpumpen bereits einer wasserrechtlichen Erlaubnis.

Aufgrund der derzeitigen anhaltenden Trockenheit und der hohen Temperaturen seien die Wasserstände in den Fließgewässern des Landkreises Zwickau sehr niedrig. Insbesondere kleine Bäche drohen demnach, trocken zu fallen. Die Behörde begründet das Pumpverbot damit, dass Wasserentnahmen aus Bächen durch Privatpersonen die Situation verschärfen. 

Nach Angaben von Ilona Schilk hat die untere Wasserbehörde verstärkt Kontrollen an den Gewässern angekündigt. Festgestellte Verstöße werden mit einer Geldbuße belegt. (dha)

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