Bank-Toter: Verfahren gegen Zwickauer Polizisten eingestellt

Drei Beamte waren wegen fahrlässiger Tötung angeklagt. Sie müssen nun Geld an gemeinnützige Organisationen zahlen.

Zwickau.

Der Fall des Toten in einer Zwickauer Commerzbankfiliale wird vorerst nicht weiter juristisch aufgearbeitet. Das Landgericht Zwickau hat das Verfahren am Dienstag am zweiten Verhandlungstag eingestellt. Die drei Polizeibeamten, die der fahrlässigen Tötung angeklagt waren, müssen jeweils 4000 Euro an gemeinnützige Organisationen bezahlen.

In der Filiale am Dr.-Friedrichs-Ring 1 war am 24. Juli 2015 ein 27-jähriger Mann bei einem Polizeieinsatz gestorben. Es brauchte vier Gutachten, bis das Zwickauer Landgericht vier Jahre nach dem Vorfall am Montag die Hauptverhandlung eröffnet hatte. Die Beamten räumten ein, dass sie im Rückblick den aggressiven und unter Drogen stehenden Mann früher in eine andere Lage hätten bringen können, und drückten seinen Angehörigen ihr Bedauern aus. Der Bodybuilder war während der Fixierung durch die Polizisten an einem Herz-Kreislauf-Versagen gestorben. (ael)

 
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